Aufsatz 
Odyssee XI, übersetzt
Entstehung
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Mordete, doch an dem Boden annoch aufhebend die Hände

Legt ich im Sterben sie noch an das Schwert, doch jene die Hündin

Wich und sorgete nicht, obgleich zu dem Ais ich hingieng,

Dass sie die Augen im Tode mir schloss und den Mund zudrückte,

So dass gräulicher nichts und scheusslicher sonst, als ein Weib ist,

Das dergleichen Verbrechen fürwahr ausdenket im Geiste,

Wie auch jene sich denn die entsetzliche That nun ersonnen,

Dass sie dem Jugendgemahl Mord brütete; sicherlich meint' ich

Wiederzukommen den Kindern erwünscht und meinem Gesinde,

Kehrend nach Hause zurück, doch die heilloses ersinnend

Hat sich selber mit Schande bedeckt und alle die einst noch

Kommen, die sämmtlichen Fraun, auch die rechtschaffen sich zeiget. Redete so, ich aber erwiederte jenem und sagte:

Himmel! gewaltig fürwahr hasst Atreus Sohn der Kronide

Zeus, ganz über die Maassen, durch Fraunanschläge vom ersten

Anfang an; wir starben so viel' um der Helena willen,

Doch dir spann Klytämnestra Betrug in der weiten Entfernung. Redete so, der aber erwiederte hurtig und sagte:

Drum sei ferner hinfort auch du nicht milde dem Weibe,

Noch enthülle demselben ein jegliches, was du erfahren,

Sondern erzähl' ihr das eine, das andere bleibe verschwiegen.

Doch dich wird von dem Weibe der Mord nicht treffen, Odysseus,

Denn höchst weise fürwahr und gut in dem Herzen berathen

Ist des Ikarios Tochter, die sinnige Penelopeia.

Als jungblühendes Weib einst liessen wir jene zu Hause,

Als wir zum Krieg auszogen, es lag unmündig der Sohn ibr

Noch an der Brust, der jetzt wohl sitzt in der Reihe der Männer.

Glücklicher! ihn wird kommend nach Haus sein Vater erblicken,

Und er selbst, wie es ziemt, mit Umarmungen grüssen den Vater;

Mein Weib aber vergönnte mir nicht, an dem Sohne die Augen

Satt mir zu sehen einmal, und mordete selber zuvor mich.

Aber ich sage dir eins, du nimm dir's aber zu Herzen;

Fahre geheim, nicht offen und frei an der theueren Heimath

Strand mit dem Schiff, denn keiner vermag noch Weibern zu trauen.

Aber wohlan dies sage mir jetzt und verkünde die Wahrheit,

Ob ihr vielleicht wo hörtet vom Sohn, der noch mir am Leben