— 13—
Gnügts nicht, dass ihr zuvor mir dic viel' und treffliche Habe Habt, ihr Freier, verwüstet, ein noch unmündiger war ich;
Doch da gross ich geworden nunmehr, und anderer Rede
Hör mit Einsicht, und sich der Muth mir im Inneren reget,
Will ich versuchen anjetzt, wie den Tod ich euch möge bereiten, Sey es nach Pylos gehnd, seys hier auch bleibend im Volke, Aber ich will hingehn,(nichts wird mir die Reise vereiteln)
Als Mitfahrer, weil weder ein Schiff noch Rudrer in meiner Macht stehn, also fürwahr hat euch es am besten geschienen.
Sprachs und zog aus der Hand des Antinoos hurtig die seine Wieder; die Freier besorgten jedoch in dem Hause das Gastmahl. Und sie verspotteten ihn und neckten ihn höhnisch mit Worten, Einer jedoch hub an von den Jünglingen also, den frechen:
Sicherlich sinnet uns jetzt Telemachos Mord, nachgrübelnd, Und aus Pylos entweder, der sandigen, holt er sich Helfer, Oder aus Sparta wohl auch, weil dies entsetzlich er wünschet; Oder er will nach Ephyra hin, dem gesegneten Lande,
Gehn, auf dass er von dort todtbringende Gifte sich hole, Und in den Mischkrug werfe, den Tod uns allen bereitend.
Aber ein anderer sprach von den Jünglingen also, den frechen: Doch wer weiss, ob er nicht fortziehnd mit dem räumigen Schiffe Fern von den Lieben vergeht als verschlagener, gleichwie Odysseus? Auf die Art ja würd' er die Arbeit noch uns vermehren,
Denn sein sämmtliches Gut das theilten wir, aber die Wohnung Würden der Mutter wir geben und wer zur Frau sie bekäme.
Redeten so, er aber begab sich hinab in des Vaters Hohes und weites Gemach, wo Gold und Erz ihm gehäuft lag, Kleidergeräth in den Truhen, und wo viel duftendes Oel stand. Irdene Fässer auch standen darin, süssmundenden, alten Weines umher enthaltend, das lautere Göttergetränke,


