Die Bestandtheile der Porphyre sind:
1) Vom Wonsheimer Wingertsberg. 2) Vom Eichelberg. Kieselerde... 71,24 71,746 Thonerde..— 16,16 15,149 Eisenoxyd... 1,86— Eisenoxydul...— 2,334 Kalkerde... 0,97 0,406 Magnesia... 0,74 0,688 Kali. 3.. 6,55 7,071 Natron.... 1,43 1,239 Wasser.... 1,60 1,244 Luftfeuchtigkeit..— 1,043 100,55 100,910
Die Porphyre unseres Gebietes sind in Bänke und Platten, letztere oft sehr dünn, abgesondert. Auf dem Eichelberg bei Fürfeld zeigt sich aber auch eine sehr schöne säulige Absonderung, ganz ähnlich der des Basaltes vom Billstein bei Lauterbach. Die Säulen, die dicht an einander liegen, sind meist sechsseitig, 3—4 Met. lang und 0,3 Met. diek. Auf dem Wonsheimer Wingertsberg sind manche Bänke(bei den Steinbrechern Faulbänke genannt) stark verwittert; sie bestehen fast nur noch aus einer weissen kaolinartigen Masse.
D. Der Melaphyr.
An der Zusammensetzung der Pfälzischen Gebirge nehmen die sogenannten Melaphyre einen bedeutenden Antheil. Auch bei Wonsheim treten sie ziemlich mächtig auf und bilden in den Köpfchen bei Fürfeld, im Jungenwald bei Steinbockenheim, im Armberg bei Wendelsheim und in der Gemarkung Wonsheim ansehnliche Höhen. Diese Gesteine sind meist sehr dicht und feinkörnig, doch finden sich auch grobkörnige und blasige Varietäten. Von Farbe sind sie schwarz oder schwarzblau, manchmal aber auch grün oder braun. In allen lassen sich mit blossem Auge oder der Lupe die constituirenden Mineralien nicht erkennen. Unter dem Mikroskope sieht man zahllose leistenförmige Krystalle von triklinem Feldspath; jeder dieser Krystalle ist aus mehreren Zwillingslamellen zusammengesetzt; ebenso reichlich liegt daneben Augit in Körnern. Der Augit ist frisch, von unregelmässigen Sprüngen durchsetzt, ganz hellbraun und durchsichtig. Ebenso fehlt dem Gestein nicht der Olivin; er bildet zahlreiche Körnchen, die aber meist zu einem grünen, opaken Körper(Chlorit) zersetzt sind. Ueberall sind in dem Gesteine schwarze Magneteisenkörnchen zerstreut, die oft als Octaéder erkennbar sind. Von porphyrischer Grundmasse ist in der Regel nur wenig sichtbar.
Die grünen und braunen Varietäten, bei denen offenbar die ursprünglichen Bestandtheile schon einer sehr starken Zersetzung anheim gefallen sind, zeichnen sich durch verschiedene Arten freige- wordener Kieselsäure aus. Die Steinbrüche zwischen Wonsheim und Wendelsheim, die ein vortreffliches Material für den Strassenbau abgeben, sind besonders reich an Bergkrystall, Amethyst, Chalcedon und Carneol. Das Rothenfeld südöstlich von Steinbockenheim ist ganz besäet mit kleineren und grösseren Stücken dieser Mineralien. Auch findet man im Gestein weisse Adern und Streifen von Quarz und Kalkspath nach verschiedenen Richtungen ziehend. Ihre Absonderung ist eine massige.
Diese Melaphyre liegen entweder zwischen den Schichten des Mittel-Rothliegenden, wie man
aus dem Profil des Brunnens auf dem Wonsheimer Forsthause ersieht, oder sie durchbrechen dasselbe in gang- und stockförmigen Massen.


