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eine einzige derbe Masse zu bilden scheinen, bestehen aus groben Quarzkörnern, welche, besonders zwischen Wonsheim und Wendelsheim, mit Stücken von Porphyr und Melaphyr verbunden sind. Die- selben verschwinden nach Osten unter dem Tertiär, dagegen bedecken sie einen Theil der Höhen zwischen den beiden genannten Orten.
II. Eruptivgesteine.
C. Der Quarzporphyr.
Die Quarzporphyre der Nahegegend erstrecken sich auch in die Provinz Rheinhessen und überlagern einen Theil der Fläche, die unsere Karte darstellt. Die Berge westlich von Freilaubers- heim stehen in ununterbrochenem Zusammenhang mit der gewaltigen Porphyrmasse, die sich auf dem rechten Alsenz- und Naheufer von Altenbamberg bis Kreuznach erstreckt. Oestlich der Strasse Freilaubersheim-Fürfeld bildet der Quarzporphyr verschiedene Hügel und Kuppen, zwischen welchen sich tertiäre Bildungen ausbreiten. Davon ist der Eichelberg mit 320 Met. Höhe, der höchste Punkt Rheinhessens, besonders hervorzuheben. Einen andern Hauptstock durchbricht der Appelbach von Neubamberg bis Wöllstein in einem engen, sehr steilwandigen Thale. Der Martinsberg bei Wonsheim bildet nach Osten hin die letzte Porphyrerhebung.
Diese Quarzporphyre bilden stockförmige Massen, die jünger als das Mittel-Rothliegende zu sein scheinen, da nirgends Bruch- oder Rollstücke in denselben beobachtet werden konnten, wie im Ober-Rothliegenden. Herr Prof. Dr. Lepsius hatte die Güte, auf meinen Wunsch die Porphyre des Wonsheimer Wingertsberges und der Siefersheimer Hölle einer genauen Untersuchung zu unter- werfen. Darnach sind die in dem röthlich grauen Gesteine mit unbewaffnetem Auge erkenntlichen weissen Feldspathe: Orthoklas. Die meisten derselben haben ihren Glanz verloren, da sie durch die beginnende Zersetzung kaolinartig geworden sind. Der Quarz ist in durchsichtigen, fettglänzenden Körnern vorhanden, tritt aber an Menge sehr gegen den Orthoklas zurück. Der tombakbraune Magnesiaglimmer, der das ganze Gestein durchsetzt, zeigt sich häufig in dünnen sechsseitigen Täfelchen. Zwischen diesen drei wesentlichen Bestandtheilen des Quarzporphyrs liegt die dichte, schon etwas durch die Verwitterung angegriffene porphyrische Grundmasse, welche das ursprüngliche Magma des Gesteins darstellt, aus welchem die angeführten Mineralien sich ausschieden. Die mikroskopische Untersuchung bestätigt diese Analyse. Der Quarz ist frisch, wasserhell durchsichtig, in Körnern und von unregelmässigen Sprüngen durchzogen. Orthoklas und Magnesiaglimmer sind stark verwittert. Die unter dem Mikroskope im Quarze sichtbar werdenden Einschlüsse haben eine rundliche oder eckige Form; jeder von ihnen umschliesst eine randlich gelagerte Luft- oder Flüssigkeitsblase. Da diese Blase unbeweglich ist, sich bei starker Erwärmung des Präparats nicht verändert, und da die Ein- schlüsse von feinen Sprüngen durchsetzt sind, so werden dieselben wahrscheinlich aus Glas bestehen. Das ober- und unterliegende Gestein verhindert, dass diese Glaseinschlüsse bei gekreuzten Nicols gänzlich dunkel werden. In einem kleinen Quarzkorn waren sieben solcher Glasstückchen sichtbar, wovon jedes mit einer Luftblase behaftet war. Die Grundmasse selbst ist im polarisirten Lichte bunt gefleckt, was von zahlreichen krystallinen Neubildungen herrührt.
In Bezug auf seine chemische Zusammensetzung wurde dieser Porphyr von Herrn Achen in Darmstadt untersucht. Eine Analyse des Porphyrs vom Eichelberg bei Fürfeld von Laspeyres in Berlin stelle ich zum Vergleich nebenan.


