Aufsatz 
Begleitworte zur beiliegenden geologischen Karte der nächsten Umgebung von Wonsheim in Rheinhessen / von H. Schopp
Entstehung
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Zum Schluss lassen wir die üblichen Lebensnachrichten der neu angestellten Lehrer folgen.

Dr. Karl Osswald, geboren den 22. September 1834 zu Würzburg, Sohn des Apothekers Ludwig Osswald, besuchte, nachdem sich seine Eltern später in Mainz niedergelassen hatten, das dortige Gymnasium und studirte von Herbst 1854 an vier Jahre lang zu Giessen altklassische Philologie. Nach abgelegter Fakultätsprüfung bestand er von Herbst 1858 bis dahin 1859 am Gymnasium zu Giessen das vorschriftsmässige Probejahr, bekleidete dann während der nächsten zwei Jahre eine Hauslehrerstelle und war von Herbst 1861 bis December 1862 als Lehrer am Schmitz'schen Institut in Darmstadt thätig. Am 4. December 1862 erhielt er durch Verfügung Grossh. Oberstudien-Direction ein Vicariat am Gymnasium zu Giessen, kehrte aber schon zu Ostern 1863 nach Darmstadt zurück und wirkte wiederum am Schmitz'schen Institut sowie am Grossh. Gymnasium daselbst. Im Frühjahr 1864 wurde er durch Decret Grossh. Oberstudien-Direction zum provisorischen Lehrer am Gymnasium zu Worms ernannt. In dieser Stellung verblieb er bis Herbst 1865, wo ihn Grossh. Oberstudien- Direction mit den Funktionen eines Dirigenten und ersten Lehrers an der höheren Bürgerschule zu Oppenheim betraute. Nachdem er diese Stelle 1 ¼ Jahr verwaltet hatte, wurde ihm durch Allerhöchstes Decret vom 1. December 1866 eine definitive Lehrerstelle am Gymnasium zu Büdingen verliehen, die er bekleidete, bis er durch Allerhöchstes Decret vom 4. October 1876 an das Gymnasium zu Darmstadt versetzt wurde. Erschienen ist von ihm: Seneca's Medea im Versmasse des Originals übersetzt und mit erklärenden Anmerkungen versehen. Progr. Büd. 1871.

Dr. Gustav Forbach, geboren am 1. September 1853 zu Giessen, Sohn des daselbst ver- storbenen Grossh. Hofgerichts-Canzleiinspectors Georg Forbach, besuchte das Gymnasium seiner Vaterstadt von Herbst 1862 bis Ostern 1870, bestand dann die Maturitätsprüfung und widmete sich auf der Landes- universität dem Studium der altklassischen Philologie. Im Sommersemester 1872 absolvirte derselbe die philosophische Vorprüfung und am 12. Februar 1875 die Fach- und Staatsprüfung, ebenfalls auf der Universität zu Giessen. Schon vor vollendeter Fachprüfung wurde er durch Ministerialverfügung vom 27. October 1874 zum Vicariat einer Lehrstelle an das Gymnasium zu Worms berufen, in welcher Stellung er bis zu Ostern 1875 verblieb. Von dort begab er sich, um seiner Militärpflicht zu genügen, wiederum nach Giessen, wo es ihm durch das bereitwillige Entgegenkommen der Militärbehörde gestattet war, im Wintersemester neben seinem Dienst als Einjährig-Freiwilliger mehrere ihm durch Grossh. Ministerialverfügung übertragene Lehrstunden am Gymnasium zu übernehmen. Ostern 1876 endlich wurde ihm das Vicariat der Lehrstelle des schwererkrankten Dr. Saur an dem Gymnasium zu Darmstadt übergeben, an welcher Anstalt er auch durch Allerhöchstes Decret vom 7. October 1876 definitiv angestellt wurde.

Günther Alexander Saalfeld wurde geboren am 10. April 1852 zu Hamburg. 1871 verlies er das Köllnische Gymnasium zu Berlin mit dem Zeugniss der Reife, um sich zuerst in Berlin, dann in Leipzig dem Studium der Philologie zu widmen. Hier promovirte er am 21. Februar 1874 auf Grund der Dissertation,de Graecis vocabulis in linguam Latinam translatis, worauf er im Laufe desselben Jahres sich der Prüfung pro facultate docendi vor der Königl. Prüfungscommission zu Leipzig unterzog. Im Februar 1875 erhielt er eine Hilfslehrerstelle am Königl. Friedrich- Wilhelms-Gymnasium zu Cöln und wurde im März 1876 zum ordentlichen Lehrer an das Königl. Gymnasium zu Wetzlar berufen. Von dort empfing er seine Ernennung als Gymnasiallehrer am Grossh. Gymnasium zu Darmstadt am 10. Februar 1877.

Im Druck sind von ihm bisher, ausser der oben genannten Dissertation und einigen Kritiken in Zeitschriften, erschienen:Index Graecorum vocabulorum in linguam Latinam translatorum quaestiunculis auctus. Berolini 1874.Griechische Lehnwörter im Lateinischen. Berlin 1877 als Programmabhandlung Wetzlar 1877. Nachträge und Ergänzungen zum Index Graec. vocab.