Aufsatz 
Begleitworte zur beiliegenden geologischen Karte der nächsten Umgebung von Wonsheim in Rheinhessen / von H. Schopp
Entstehung
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Dr. Karl Theodor Friedrich Ludwig Walther, geboren den 18. März 1851 zu Nieder- Saulheim in Rheinhessen, erhielt seine erste Vorbildung in einem Privat-Institute zu Nieder-Ingelheim, das sein Vater, Dekan des Dekanats Mainz und Pfarrer zu Nieder-Ingelheim, leitete. Herbst 1866 trat er in die Unterprima des Gymnasiums zu Darmstadt ein, absolvirte Herbst 1868 die Maturitäts- prüfung und bezog Ostern 1869 die Universität Tübingen, um Theologie und Philosophie zu studiren. Ostern 1871 vertauschte er Tübingen mit Giessen, wo er zunächst noch theologische Vorlesungen hörte und das theologische Seminar besuchte, bald aber zum Studium der klassischen Philologie überging. Von Herbst 1871 1874 war er Mitglied des philologischen Seminars zu Giessen, bestand im December 1872 das Vorexamen und im Februar 1875 das Schlussexamen. Ende Januar 1875 trat er, noch vor gänzlich absolvirtem Examen, auf eine Aufforderung des Directoriums hin, an die Realschule zu Darmstadt als provisorischer Lehrer ein. Seine definitive Anstellung erfolgte am 5. April 1876. Am 5. Mai 1877 wurde er zum Lehrer am hiesigen Gymnasium ernannt.

Dr. Otto Zimmermann, Sohn des Gymnasiallehrers i. P. Professor Dr. F. Zimmermann, geboren zu Büdingen am 22. October 1852, wurde nach dem Besuch zweier Privatinstitute als Schüler in das Gymnasium zu Darmstadt aufgenommen und bezog nach bestandenem Maturitätsexamen Herbst 1870 die Landesuniversität Giessen, um sich dem Studium der klassischen Philologie zu widmen. Dort legte er am 18. December 1872 die philosophische Vorprüfung ab, bestand, nachdem er ununterbrochen Mitglied des philologischen Seminars gewesen war, am 29. Januar 1875 das Staatsexamen und erlangte auf Grund des letzteren die philosophische Doktorwürde. Nachdem er hierauf kurze Zeit am Privatinstitut des Herrn Dr. Maurer dahier gewirkt hatte, wurde er durch Rescript Grossh. Ministeriums des Innern Abtheilung für Schulangelegenheiten vom 27. Februar 1875 zum provisorischen Lehrer an der Realschule zu Offenbach ernannt und blieb daselbst bis Herbst 1875, zu welcher Zeit er sich nach Darmstadt begab, um seiner Militärpflicht als Einjährig-Freiwilliger zu genügen. Nach Ablauf seiner Dienstzeit wurde er als ordentliches Mitglied in das pädagogische Seminar zu Giessen aufgenommen und war an dem dortigen Gymnasium bis Ostern 1877 thätig. Durch Allerhöchstes Decret vom 6. März 1877 wurde ihm definitiv eine Lehrstelle am Gymnasium zu Darmstadt übertragen.

Friedrich Röder wurde geboren am 6. Juni 1836 zu Rodau im Kreise Dieburg. Er besuchte von 1854 56 die Präparandenschule zu Rodheim und von 185658 das Grossh. Schullehrerseminar zu Friedberg. Nachdem er von da an in einer Privatlehranstalt in Darmstadt thätig gewesen und im Herbst 1861 die Definitorialprüfung bestanden hatte, ernannte ihn Grossh. Oberstudiendirection im Januar 1862 zum Vicar an der früheren Freischule(Armenschule) dahier. Am 7. April 1865 wurde ihm die IV. Stadtknabenschule provisorisch, und im Juni des folgenden Jahres definitiv übertragen, welche Stelle er bis zu seiner im Herbst 1873 erfolgten Versetzung an die hiesige neuerrichtete Mittelschule für Knaben verwaltete. Seit 1870 als Hülfslehrer am hiesigen Gymnasium verwendet, wurde er im Herbst 1876 von hoher Behörde seiner Stelle an der Mittelschule enthoben und definitiv am Gymnasium dahier angestellt.

V. Bibliothek. 1) Angekauft wurde:

Böckh, Staatshaushaltung der Athener 2. Aufl., 3 Bde. mit den Seeurkunden. Baiter-Sauppe, Oratores Attici. Weil, les harangues de Démosthène. Cobet, Variae Lectt. ed. II., Novae Lectt., Miscell. critica, Emend. in Dion. Hal. Blass, die Attische Beredsamkeit 3 Bde. Dindorf, Lexicon