Aufsatz 
Der Manzanillo
Entstehung
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Wir werden demnächſt erfahren, daß ſelbſt für Pferde es ſeine Schwierigkeiten haben muß, dieſes Obſt zu genießen. Linné's Nachfolger, Juſſieu, veränderte, ohne daß man einſieht warum, den botaniſchen Namen in Mancinella venenata und verſetzte ihn in die erſte Ordnung ſeiner fünfzehnten Claſſe, ſowie in die Fa⸗ milie der Euphorbiaceen oder wolfsmilchartigen Pflanzen.

Den botaniſchen Charakter des Manzanillo geben wir nach Tuſſac, deſſen Werke auch die Abbildung entnommen wurde, welche einen blühenden Zweig in halber natürlicher Größe, dagegen die Frucht und den Querſchnitt derſelben in wirklicher Größe darſtellt.

Dieſer Baum, bis fäden enthalten und jetzt der einzige ſeines 8 1 eine dünne, drei bis Geſchlechtes, iſt von 8 vier Zoll lange Aehre mittlerer Größe, auf bilden. Am unteren den erſten Blick un⸗ Theile derſelben finden ſerem Birnbaum ſehr ſich in geringerer An⸗ ähnlich. Sein Stamm zahl die weiblichen iſt mit einer grauen Blüthen, welche jedoch Rinde bedeckt und bildet auch einzeln für ſich in eine Krone, welche ſich den Blattachſeln vor⸗ in zwei⸗ oder dreithei⸗ kommen. Die männliche lige Zweige theilt, mit Blüthe beſteht aus einem zerſtreuten, wechſelſtän⸗ zweitheiligen Kelch, digen Blättern. Das einem graden Staub⸗ einzelne Blatt iſt eiför⸗ faden mit vier Anthe⸗ mig, ſpitz, gezahnt, am ren d. i. Staubbehäl⸗ Grunde faſt herzförmig, tern, oder wohl rich⸗ langgeſtielt. Eine kleine, tiger, aus vier ver⸗ lebhaft roth gefärbte wachſenen Fäden und Drüſe ſitzt auf dem freien Antheren. Eine Blattſtiel, am Anfang eigentliche Blumenkrone des Blattes. fehlt. Die weiblichen

Die Blüthen des Blüthen haben einen Baumes ſind klein und zwei⸗ oder dreitheiligen unſcheinbar. Ohne be⸗ Kelch, gleichfalls ohne ſondere Aufmerkſamkeit Krone. Der Frucht⸗ wird man ddiieſelben knoten iſt faſt rund, nicht mehr beachten, wie mit gradem Griffel, z. B. die Blüthe un⸗ an welchem ſich ſechs ſeres Wallnußbaums. bis ſieben zurückgebo⸗ Gleich dieſem hat der gene, rothgefärbte Nar⸗ Manzanillo männliche Blühender Zweig des Manzanillo. ben vorfinden. Von Blüthen, welche Staub⸗ a) männliche Blüthe, b) weibliche Blüthe. beiden Blüthen haben wir vergrößerte Abbildungen beigefügt, an welchen die genannten Blüthentheile ſich leicht erkennen laſſen.

Die Frucht iſt eine Steinfrucht, an Größe, Form und Farbe ſehr ähnlich dem kleinen Reinetteapfel (pomme d'api), oben etwas eingedrückt und mit einem Nabel verſehen. Dieſelbe enthält ein weißliches Fleiſch, das einen einzigen holzigen Kern einſchließt. Dieſer Kern iſt undeutlich ſiebeneckig und ſeine ſpitzen und ſcharfkantigen, nach allen Seiten ſtarrenden Flügelfortſätze würden allein ſchon den Verwegenen beſtrafen, der herzhaft eine ſolche Frucht anbeißen wollte.

Im Innern iſt der Kern in ſieben einſamige Kapſeln getheilt. Gleich allen übrigen Theilen des Baumes iſt das Fleiſch der Frucht erfüllt von einem weißen ſcharfen Milchſaft, der vollends beiträgt, dieſelb⸗