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friſchung folge. Und welche Wohlthat iſt dem Menſchen dieſer eingeſchaltete Feiertag geworden, der ihn abruft vom Pflug und der Werkſtatt, der ihn auffordert, mit dem friſchen Gewand, das er anlegt, einen reinen Menſchen anzuziehen und von der Scholle den Blick zu erheben zu Dem, der mit Regen und Thau ſie erquickt und ſie belebt durch den Strahl ſeiner Sonne. Weithin verkündet die Stimme der Glocke: „Das iſt der Tag des Herrn!“ und verſammelt in ſeinem Hauſe die andächtige Gemeinde. Und überall, wo, wie in debiejen Mndes Acbei ſauten und heltezſa cht handr in n Handd gehen⸗ da nird der„Seltn zs er⸗ üher⸗ 150 tis nad ünnrrad ndnd esg nidre on d dimt in 1 99197. 1 a Beh. und arbeit, mnann Af rronn
Dann hilft Gott allzeity Hin5
— ein dlie ſchlchtes,&ber im nnmetſten wahres Volkswort, der Kem aller volksmirthſchaftlichen Weisheit.
Zwar in China ſehen wir ein Volk, das an raſtloſer Arbeitſamkeit alle übrigen Völker der Welt übertrifft, das gleich den Bienen und Ameiſen unabläſſig in Bewegung iſt, einträgt und ſammelt. Aber nichts macht dem Europäer einen fremdartigeren, unheimlicheren Eindruck, als daß der Chineſe keinen Sonntag hat, keinen Feiertag, an dem Menſch und Thier ausgeſpannt werden aus dem druückenden Joch, an dem der Menſch zur Beſinnung kommt, daß jenſeits der engen irdiſchen Sorge noch ein ewiges Gottesreich ſeiner wartet. Und in dieſem Mangel einer höheren Geiſtesrichtung haben wir den Grund der merkwürdigen Erſcheinung zu erkennen, daß dieſes Volk mit ſeiner ganzen unermeßlichen Arbeitskraft es zu keiner höheren Entwickelung gebracht hat, als zur Befriedigung der gemeinen Bedürfniſſe des Lebens. Es vermochte mit all ſeinen Künſten und Geſchicklichkeiten nicht, ſich emporzuheben über ein engherzig begrenztes Daſein das uns in ſeinen Aeußerungen mehrfach kindiſch kijezeiit hed⸗ zedſete iſhe von den dewfen Sähatten⸗ ſeiten einer eingepferchten Uebervölkerung.
Wenn es gelungen iſt, in dem Gefagten nachzuweifen, daß die Arbeit eine wohlthätige, dem Menſchen auferlegte Pflicht iſt, nicht blos weil ſie ihm das tägliche Brod liefert, ſondern auch deshalb, weil ſie ein weſentliches Mittel zu ſeiner Bildung und zu ſeiner ſittlichen Kräftigung iſt, ſo ergibt ſich hieraus als ſelbſtverſtändlich, daß die 4 gäng deſpeteri aenf uuthewieſen iſt, ihre Schälen zr Arbeit zu erziehen.
Freilich klingt es manchem Baueraund und Händwetker, der⸗ ſeine Arbeit mit ſchwieliger Hand verrichtet, ſeltſam, wenn von Schularbeit die Rede iſt, die ihm mehr wie eine Art beſchäftigten Müßig⸗ gangs vorkommt. Das Kind 1 aber, das die Schule abruft vom Spielplatz oder von unbeſchäftigtem Nichtsthun, hat hierüber eine ganz andere Erfahrung; es empfindet ſofort, daß es, in die Schule verſetzt,
eingetreten iſt in eine Werkſtatt lebendiger Ahatite in der es dah Geiſtestalt Siſ neh in abetht. 5 Hand anlegen, in der es arbeiten muß. 3
Auf den erſten Anblick erſcheint es nun fweinch hart nein Kind anzuhalten, zur: Arbeit, und Manchem mag das Kind, das den Weg zur Schule antritt, einen ähnlich betrübenden Eindruck gewäͤhren als das, welches zur Fabrik wandert. Eine ſolche krankhafte hyperphilantropiſche Anſicht müſſen wir als unſtatthaft zurückweiſen. Nicht daß kein Kind arbeite, iſt verwerflich, ſondern was und wie man daſſelbe arbeiten läßt, dies kann zu verwerfen ſein. Denn idäs Kind will arbeiten, auch in ihm regt ſich ſchon früh der Trieb zur Thätigkeit. Wenn derſelbe anfänglich auch nur im Spiel ſich äußert, ſo nimmt doch alsbald ſelbſt ſein Spiel den Schein der Arbeit an, indem es mit Vorliebe die Beſchäftigungen ver⸗ ſchiedener Betufsarten nachahmt. Während das Mäͤdchen die Arbeit des Hausweſens wiederholt, indem es kocht, waſcht, ſeine Puppen ankleidet, ſehen wir den Knaben bald den Säger, bald dem⸗ Soldaten, in actyer und den Baumeiſter machen. Hur u; pitfpdlisdt an⁴ Bei jedem geſunden Kinde tritt äber früher ſoder ſpäter feine Zeit ſein, wo ühm das Spiel den bisherigen Genuß nicht mehr gewährt. Die ſchönſten, die meueſten, die fumreichſten Spielſachen— ſie mögen ſeine Theilnahme nur für den Augenblick feſſeln; alsbald und unfehlbar tritt der berechtigte Ueberdruß am Spiel ein, das Kind empfindet Langeweile, es wirdi usidede laünfchn und befindet ſich auf dem Wege, höchſt unliebenswürdig zus werden⸗ 1o„50miome nemſtida en wiſenne
Da iſt denn das einzige Mittel, den keimenden Uebeln des Mütiggangs zu ſtenern— die Arbeit,


