D. Uaturwiſſenſchaften. 1) Chemie, bei dem Direktor, nach eignem Lehrbuch, 2 Stunden wö⸗ wentlich: Einleitung in die Chemie, Aequivalentenlehre, Beſchreibung der Nichtmetalle, durch Verſuche erläutert.
2) Phyſik, bei Herrn Albert, 2 Stunden wöochentlich: Die Geſetze des Gleichgewichts und der Bewegung der feſten, der tropfbar flüſſigen und der luftförmigen Körper. Zahlreiche Aufgaben aus den Sammlungen phyſikaliſcher Aufgaben von Frick und von Fliedner wurden gerechnet. Lehrbuch: Schöd⸗ ler's Buch der Natur.
E. hiſtoriſche Wiſſenſchaften. 1) Geſchichte, bei Herrn Dr. Sparſchuh, 2 Stunden wochentlich: da zwölfte Jahrhundert wurde repetirt, neu gelernt bis zum Weſtphäliſchen Frieden; Aufſätze geſchicht⸗ lichen Inhalts.
2) Geographie, bei dem Klaſſenführer, 2 Stunden wöchentlich: Wiederholender Ueberblick über die Karte Europa's; Aſien, Africa, America und Auſtralien. Im Winterhalbjahr: Mathematiſche Geographie, nach Schödler'’s„Buch der Natur.“
P. Beichnen. 1) Bei Herrn Schleidt, gemeinſchaftlich mit der I. Klaſſe, 2 Stunden wöchentlich: Ornamente und Landſchaften in Contour und Schattirung in Bleiſtift und Kreide ausgeführt.
2) Geometriſches Zeichnen, bei Herrn Albert, 2 Stunden wöchentlich: Bau⸗ und Maſchinen⸗ theile, mit beſonderer Rückſicht auf Apparate und Maſchinen, welche im phyſikaliſchen Unterrichte betrachtet wurden. Uebung im Anlegen von Farbentönen.
G. WModelliren. Bei Herrn Schleidt, gemeinſchaftlich mit der I. Klaſſe, 2 Stunden wöchentlich: Nach Gypsmodellen in Thon. 3
H. Schönſchreiben. Bei Herrn Magnus, 1 Stunde vöchentlich: Praktiſche Anwendung der Schriften bei kaufmänniſchen Scripturen.—
Erste Klasse.
Klaſſenführer: Herr Dr. Sparſchuh.
A. Religionsunterricht. 1) Die katholiſchen Schüler, gemeinſchaftlich mit der II. Klaſſe, bei Herrn Sulzbach, 2 Stunden wöochentlich: Geſchichte der chriſtlichen Kirche von ihrer Gründung bis zu den Kreuzzügen..
2) Die evangeliſchen Schüler, gemeinſchaftlich mit der II. Klaſſe, bei Herrn Pfarrer J. Göring, 2 Stunden wöchentlich: Deutſche Reformationsgeſchichte. Erklärung des Evangeliums St. Luccä. Eine Anzahl ausgewählter Kirchenlieder wurden memorirt.
3) Die israelitiſchen Schüler, gemeinſchaftlich mit der II. und III. Klaſſe, bei Herrn Dr. Cahn, 2 Stunden wöchentlich: Einleitung. Eigenſchaften Gottes und die Lehre über Vorſehung nach ſeinem Leitfaden. Die hiſtoriſchen Stücke der Genesis und ein großer Theil der täglichen hebräiſchen Gebete wurden überſetzt und erklärt. Bibl. Geſchichte bis zur Regierung David's.ü
B. Sprachen. 1) Deutſche Sprache, bei dem Klaſſenführer, 4 Stunden wöchentlich: Syno⸗ nymik, die Lehre von den Stylarten wiederholt und an 12 Aufſätzen verſchiedenen Inhalts geübt; die Künſtler von Schiller wurden erklärt und auswendig gelernt; die Lehre vom Drama, Literaturgeſchichte.
2) Franzoͤſiſche Sprache, bei Herrn Simon, 3 Stunden wöchentlich: Franzöſiſche Chreſto⸗ mathie von Wildermuth, mit Auswahl; Ségur, Histoire de Napoléon el de la grande armée pendant T'année 1812, Livre VIII. Ueberſetzungen aus Steup's Schule des franzöſiſchen Briefſtyls; Extem⸗ poralien; Memoriren poetiſcher Stücke.
3) Engliſche Sprache, bei Demſelben, 3 Stunden vöchentlich: W. Irving, Columbus, Chap. XVIII— XXXV. Shakespeare, Julius Caesar. Ueberſetzungen aus Pineas' Handels⸗Corre⸗ ſpondenz. Extemporalien..
C. Mathematik. 1) Darſtellende Geometrie, bei Herrn Albert, 2 Stunden wöchentlich: Entwerfung des Punktes, der geraden Linie, der Polyeder, insbeſondere auch einzelner Kryſtallformen; die krummflächigen Körper, Schnitte und Netze der Körper.
2) Algebra, bei Herrn Schumacher, nach deſſen Lehrbuche, 2 Stunden wöchentlich: Quadra⸗ tiſche Gleichungen mit einer und mehreren Unbekannten; Zinſeszins⸗ und Rentenrechnung; Permutationen, Variationen und Combinationen mit Anwendung auf die Potenzirung des Binomiums.
3) Kaufmänniſches Rechnen und Buchführung, bei Denſelben, nach deſſen Lehrbüchern, 2 Stunden wöchentlich: Aufgaben über alle Arten des kaufmänniſchen Rechnens; Wechſel⸗Commiſſions⸗ rechnung. Die 3 Arten der Zinsberechnung bei Contocorrenten, Staffelrechnung, Terminrechnung.— Von den Schülern wurden über ein fingirtes Geſchäft die Einträge in die verſchiedenen Haupt⸗ und Hilfsbücher gemacht.


