6 ——*
3) Kaufmänniſches Rechnen, bei Demſelben, nach deſſen Lehrbuche, 1 Stunde wöchentlich: Allgemeine Begriffe über Handel, Waare, Geld, Münzen(Münzfuße), Papiergeld, Banken, Wechſel, Waarenhandel mit Speſen u. ſ. w.; Prozent⸗, Zins⸗, Discont⸗, Agio⸗ und Waarenberechnungen; Munz⸗ und Wechſelrechnung.
D. Naturwiſſenſchaften. 1) Botanik, bei Herrn Würth, nach Schödler’s„Buch der Natur“, 2 Stunden wöchentlich: Die Lehre vom innern und äußeren Bau und der Ernährung der Pflanzen; Syſtemkunde, Beſtimmung und Beſchreibung der Pflanzen; im Sommer mit Exkurſionen.
2) Phyſik, bei dem Klaſſenführer, 2 Stunden wöchentlich: Einführung in die Phyſik; von der Schwere; das Parallelogramm der Kräfte und das Geſetz des Hebels; einfache Maſchinen. Einiges über flüſſige und luftförmige Körper, ſowie uͤber die Wärme. Löſung von Berechnungsaufgaben aus Frick's Sammlung phyſikaliſcher Aufgaben. Lehrbuch: Schödler's Buch der Natur.
E. hiſtoriſche Wiſſenſchaften. 1) Geſchichte, bei Herrn Kölſch, 2 Stunden wöchentlich: Deutſche Geſchichte von dem erſten Auftreten der Deutſchen bis auf Maximilian II., nach Welter's Lehrbuch.
2) Geographie, bei Herrn Dr. Berger, 2 Stunden wöchentlich: Sämmtliche Staaten Europa's, mit Ausnahme von Deutſchland, nach Schacht's Lehrbuch.
F. Beichnen. 1) Bei Herrn Schleidt, 2 Stunden vöchentlich: Contouren und ſchattirte Orna⸗ mente, Köpfe und Landſchaften..
2) Geometriſches Zeichnen, bei dem Klaſſenführer, 2 Stunden wöchentlich: Geometriſche Conſtructionsaufgaben, Conſtruction wichtiger krummer Linien, Zeichnen von Grund⸗ und Aufriß ein⸗ facher Körper, von parallelperſpectiviſchen Anſichten der letzteren, Entwerfung von Körpernetzen, geo⸗ metriſche Ornamente.
G. Schönſchreiben. Bei Herrn Magnus, 2 Stunden wöchentlich: Wie bei der IV. Klaſſe.
Zweite Klasse.
Klaſſenführer: Herr Schumacher.
A. Religionsunterricht. 1) Die katholiſchen Schüler, gemeinſchaftlich mit der I. Klaſſe, bei Herrn Sulzbach, 2 Stunden wöchentlich: Geſchichte der chriſtlichen Kirche von ihrer Gründung bis zu den Kreuzzügen.
S Die evangeliſchen Schüler, gemeinſchaftlich mit der I. Klaſſe, bei Herrn Pfarrer J. Göring, 2 Stunden wöchentlich: Deutſche Reformationsgeſchichte. Erklärung des Evangeliums St. Luccä. Eine Anzahl ausgewählter Kirchenlieder wurden memorirt.
3) Die israelitiſchen Schüler, gemeinſchaftlich mit der I. und III. Klaſſe, bei Herrn Dr. Cahn, 2 Stunden wöchentlich: Einleitung. Eigenſchaften Gottes und die Lehre über Vorſehung nach ſeinem Leitfaden. Die hiſtoriſchen Stücke der Genesis und ein großer Theil der täglichen hebräiſchen Gebete wurden überſetzt und erklärt. Bibl. Geſchichte bis zur Regierung David's. 3
B. Sprachen. 1) Deutſche Sprache, bei Herrn Dr. Sparſchuh, 3 Stunden wöchentlich: Die Lehre von der Onomatik und Synonymik, Stylübungen, Metrik und Poetik; erklärt und zum Vortrage eingeübt wurden die Klage der Ceres, das Eleuſiſche Feſt, die Glocke und der Spaziergang von Schiller.
2) Franzöſiſche Sprache, bei Herrn Simon, 3 Stunden wöchentlich: Franzöſiſches Lehrbuch von Albrecht und Simon: Ueberſetzung der dritten, vierten und fünften Abtheilung. Ségur, Histoire de Napoléon et de la grande armée 1812, Livre III. und Livre IV. bis chap. 7. Ueberſetzungen aus Steup's Schule des franzöſiſchen Briefſtyls; Memoriren poetiſcher Stücke.
3) Engliſche Sprache, bei Herrn Kölſch, 3 Stunden wöchentlich: Grammatik von Basker⸗ ville, zweite Abtheilung, die ſchwierigeren Regeln enthaltend, Ueberſetzung der dazu gehörigen Uebungs⸗ ſtücke; aus W. Irving's Columbus wurden chapt. 1, 5, 6, 7, 10, 11, 12, 13 theils mündlich, theils ſchriftlich überſetzt.—
C. Mathematik. 1) Geometrie, bei Herrn Albert, 2 Stunden wöchentlich: Die Stereometrie. Lehrbuch: Becker's Stereometrie.
2) Algebra, bei dem Klaſſenführer, nach deſſen Lehrbuche, 2 Stunden wöchentlich: Gleichungen des erſten und zweiten Grades; erſtere mit einer und mehreren Unbekannten; arithmetiſche und geome⸗ triſche Progreſſionen; Zinſeszinsrechnung.
3) Kaufmänniſches Rechnen und Buchführung, bei Denſelben, nach deſſen Lehrbuche 3 Stunden wöchentlich: Wiederholung; Arbitragenrechnung; die grade Art der Zinſenberechnung be Contocorrenten; vielfache Uebungen.— Die Grundzüge der einfachen und doppelten Buchführung mit Uebungen im Eintragen in Caſſabuch, Memorial und Journal.


