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Jojada den Joas zum Könige krönt. Kön. II 11, 12. Vor Trauer schlägt man sich an die Brust. Jes. 32, 12; Nah. 2, 8; vor Reue that es der Zöllner. Luk. 18, 13; vgl. auch 23, 48. Vor Schmerz und Unwillen schlug man sich auf die Hüften. Jer. 31, 19; Ezech. 21, 12. Den Begegnenden reicht Absalon die Hand zum Grusse und küsst sie. Sam. II 15, 5. Hilfeflehend breitet der Psalmist die Arme aus. Ps. 88, 10. Schlaffe Hände sind ebenso wie wankende Knie der Ausdruck der Schwäche und Feigheit. Jes. 35, 3.
Die Knie schlottern vor Angst. Nahum 2, 11. Belsazar entfärbte sich über die Hand an der Wand und es schlotterten ihm Lenden und Beine. Dan. 5, 6; 5, 9. 10. Aus Furcht zittert alles vor Gott, die Fische, die Vögel, das Vieh und alles was sich regt und webt auf dem Lande und alle Menschen. Ezech. 38, 20. Es zittert auch vor Furcht das kranke Weib. Marc. 5, 33. Aus Ehrfurcht stand man auf, Mos. III 19, 32; Job. 29, 8, beugte die Knie, Kön. II 1, 13, oder warf sich auf das Angesicht nieder. Mos. I 17, 3; 43, 28 u. ö. Aman fasst es als Be- leidigung auf, dass Mardochäus nicht vor ihm aufstand. Esther 5, 9. Im heiligen Zorne soll der Prophet Ezechiel die Hände zusammenschlagen und die Erde mit dem Fusse stampfen. Ezech. 6, 11. Schadenfrohes Händeklatschen und Stampfen wird erwähnt Ezech. 25, 6. Hilfeflehend umfasst die Sunamitin dem Propheten Elisäus die Füsse. Sam. II 4, 27; nachdem er ihren Sohn wieder in's Leben zurückgerufen, fällt sie ehrfurchtsvoll und dankbar vor ihm nieder. Sam. II 4, 37; auch der verschuldete Knecht fällt seinem Herrn zu Füssen und fleht um Erbarmen. Matth. 18, 26. Besiegte Feinde küssen den Boden und lecken Staub. Ps. 72, 9; vgl. Jes. 49, 23; man tritt sie unter die Füsse. Josue 10, 24; Ps. 110, 1.
In höchster Trauer setzte oder wälzte man sich in Staub und Asche. Jer. 6, 26; Job. 2, 8; 16, 15, oder streute sich Staub und Asche auf das Haupt. Jos. 7, 6; Sam. I 4, 12; II 1, 2; Ezech. 27, 30; Job 2, 12, schor sich Haupt- und Barthaar. Jes. 15, 2; Jer. 16, 6; 48, 37; Ezech. 27, 31, weinte und klagte, zerkratzte und zerfleischte sich. Letzteres hatte bereits Moses. verboten Mos. III 19, 28; desgleichen das Scheren des Hauptes. Mos. V 14, 1.
Nicht minder lebhaft sind die Reflexe und Ausdrucksbewegungen bei Homer. Agamem- nons Augen funkeln vor Zorn wie leuchtendes Feuer. Il. I 104. Auch dem vor Kampfwut schäumenden Hektor funkeln die Augen unter den buschigen Brauen. II. XV 607; vgl. II. XII 466. Die Myrmidonen zittern alle vor Schreck beim Anblick der neuen Waffen des Achill; sie wagen nicht gerade hinzusehen. Den Achilles aber erfasst nur noch grösserer Zorn. Die Augen strahlen ihm schrecklich wie Feuerschein unter den Wimpern. II. XIX 14 ff. Zornig blickt Achill von unten auf. II. I 148 u. ö. Dem Hektor wird es schwarz vor den Augen, als er seinen grausig ver- wundeten Bruder Polydoros sieht. Il. XX 421.
Die Danaer erblassen vor Furcht. II. XV 4. Ein von Zeus gesandter Blitz durchschauert alle mit bleichem Entsetzen. II. VIII 77; vgl. auch II. VII 479; XVII 67; Od. 11, 633; 12, 243; 22, 42; 24, 450. 533. Sobald die beiden Ajas sich umwenden und standhalten, wandelt sich den verfolgenden Troern vor Furcht die Farbe. II. XVII 732 f. Auch die Freier entfärben sich vor Schrecken, als Odysseus seinen Bogen spannt und die Sehne erklingen lässt. Od. 21, 412; vgl. auch Od. 11, 529; II. XIII 284.
Als Penelope den heimgekehrten Odysseus erkannt hat, bricht sie in Thränen aus; sie fürchtet seinen Zorn; um den unwilligen Gemahl freundlich zu stimmen, läuft sie gerade auf ihn zu, fällt ihm um den Hals und küsst ihn auf den Kopf. Od. 23, 207 f. Telemach weint vor Zorn über das erlittene Unrecht, Od. 2, 80 f.; vor Trauer um den Vater, Od. 4, 113 ff. Vor Heimweh


