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bello Ingurthino.(Klaſſenaufſatz.) 9) Nihil esse tam fragile ant flexibile quam voluntatem erga optimos viros sensumque civium Themistoclis et Africani Majoris exemplis demonstratur. 10) Quo iure Cicero Epaminondam Thebanum omnium Graecorum principem appellaverit. 11) Et Codrum et trecentos illos Spartiatas apud Thermopylas pugnantes claras mortes pro patria oppetivisse. 12) Verum esse illud Sal- lustianum:„Romanos saepenumero parva manu cum magnis legionibus hostium contendisse“ demonstratur.
8 St. Dr. Wahle.
4. Griechiſch. Geleſen wurde Xenophon Cyrop. Buch II und III. Homer Ilias lib. I, II, III, IV und VI. Plato: Apologie und Kriton. Demoſthenes Olynthiſche Reden I und II und Philipp. I zum Teil. Schriftliche überſetzungen aus dem Griechiſchen, beſonders aus Xenoph. Cyrop. 6 St. Dr. Wahle.
5. Franzöſiſch. Die Lehre vom Artikel, der Appoſition, dem Adjektiv und Pronomen nach Ploetz, Schulgrammatik, L. 58 bis zum Schluſſe. Alle 3 Wochen ein Extemporale. Lektüre: im Sommer: Jules Verne: Le tour du monde en 80 jours, im Winter: Racine: Iphigénie. Franz. Sprechübungen über den Inhalt des Geleſenen. Privatlekt. Thiers. Napoléon à Sainte- Hélèene. bis S. 60. 2 St. Bloemer.
6. Hebräiſch. Komb. mit Oberprima. Wiederholung der Formenlehre nach Seffer's Grammatik. Lektüre aus der Geneſis und den Königsbüchern. 2 St. Eyſert.
7. Geſchichte und Geographie. Geſchichte des Mittelalters und der neueren Zeit bis zum dreißigjährigen Kriege. Repet. der außereuropäiſchen Weltteile. 3 St. Dr. Wahle.
8. Mathematik. Algebra: Arithmetiſche und geometriſche Reihen; Zinſeszins⸗ und Rentenrechnung; Kombinatorik. Nach der Aufgabenſammlung von Heis. Geometrie: II. Teil der Trigonometrie und I. Teil der Stereometrie(bis zu den geom. Körpern). Nach Focke und Kraß. Einſchlägige Aufgaben aus allen Gebieten. Alle 4 Wochen eine ſchriftliche Arbeit. 4 St. Heſſe.
9. Phyſik. Akuſtik und Optik. Nach Koppe. 2 St. Heſſe.
Oberſekunda. (Ordinarius: Gymnaſiallehrer Lückenbach.)
1. Religionslehre. a) Katholiſche: Die Kirchengeſchichte nach Dreher's Lehrbuch. 2 St. Eyſert. b) Evangeliſche: Komb. mit Prima.
2. Deutſch. Stiliſtik und Poetik nach Buſchmanns Anleitung; Dispoſitionsübungen. Geleſen wurden Göthes Hermann und Dorothea, Schillers Balladen(zum größten Teil) und Wilhelm Tell. Aufſatzthemata: 1) Der Frühling. 2) Das menſchliche Leben.(Nach Schillers Lied von der Glocke, 1. Teil.) 3) Ein gut Gewiſſen, ein ſanftes Ruhekiſſen.(Chrie.) 4)(Klaſſenaufſatz.) Gedankengang des Gedichtes: Das Sieges⸗ feſt. 5) Die Erziehung bei den Perſern.(Nach Xenop. Cyrop. I, 2.) 6) Mutter und Sohn.(Vierter Geſang von„Hermann und Dorothea.“ 7)(Klaſſenaufſatz.) Der Wirt zum goldenen Löwen. 8) Früh übt ſich, was ein Meiſter werden will.(Chrie.) 9) Gang der Handlung im erſten Aufzuge des„Wilhelm Tell.“ 10.(Klaſſen⸗ aufſatz.) Warum läßt Schiller im„Wilhelm Tell“ den Johann Paricida auftreten? 2 St. Lückenbach.
3. Latein. Repetition der Syntax nach Ellendt⸗Seyfferts Grammatik; im Anſchluß daran überſetzungen aus Süpfles Materialien; wöchentlich eine ſchriftliche häusliche Arbeit oder ein Er⸗ temporale. Geleſen wurde: Livius lib. XXI u. XXII, Ciceros Cato maior, Vergils Aeneis lib. III u. VI, Georg. lib. II, Eclog. 1, 3 u. 4. 8 St. Lückenbach..
4. Griechiſch. Repetition der Kaſuslehre; Syntax des Verbums nach Kochs Grammatik; wöchentlich eine ſchriftliche Arbeit, meiſtens Extemporale. Geleſen wurde Xenoph. Cyrop I 2— 6,


