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gegen Cyrus rüstet, um ihre Bundesgenossenschaft sich bewirbt, wobei er ihnen in schmeichel- haftester Weise seine Achtung bezeugt ²7¹); die Spartaner gehen auch bereitwillig auf das Bündniss ein und geben dem Krösus ein Gegengeschenk 272). Später, nach dem Sturze des lydischen Reichs, wenden sich die jonischen und äolischen Griechen in Kleinasien an Sparta um Hülfe gegen Cyrus. Diese wird ihnen zwar versagt; doch suchen die Spartaner wenigstens einigermassen, wenn auch in sehr ungenügender Weise, ihr Ansehen zu wahren, indem sie durch eine Gesandtschaft Cyrus warnen lassen, die Griechenstädte Kleinasiens anzugreifen, eine Warnung, die der mächtige Perserkönig natürlich höhnisch zurückweist 273). Auch nach ihrer verunglückten Expedition gegen Polykrates blieb das Ansehen der Spartaner in weiteren Kreisen bestehen, wie der Versuch des Mäandrius von Samos, ihre Hülfe für sich zu gewinnen ²⁷⁴), und die Gesandt- schaft der Scythen, die mit Sparta vereint gegen das Perserreich vorgehen wollten ²75), beweist.
So war auch im Jahre 525 der Hauptgrund, der die Spartaner bewog, auf das Hülfs- gesuch der Samier einzugehen, der, dass ihnen hier eine günstige Gelegenheit geboten war, ihren Einfluss auch ausserhalb des eigentlichen Griechenlands geltend zu machen, und zwar nach derselben Richtung hin, wie sie denselben überall zu üben gewohnt waren, indem sie dem aristokratisch-conservativen Princip über die demokratischen Bestrebungen und über die auf diesem Boden erwachsenen Tyrannenherrschaften zum Sieg verhalfen. Wenn es aber ferner auch feststeht, dass die mehrfach erwähnten Räubereien der Samier vor die Regierungszeit des Polykrates fallen, so dürfte doch darin, dass nach Herodot die Spartaner eben diese Räubereien als Grund ihres Vorgehens gegen Samos anführten, ein Fingerzeig dafür zu finden sein, dass auch der in so grossartigem Massstabe und gleichsam systematisch von Polykrates geübte Seeraub für die Spartaner mitbestimmend war, als sie sich zur Intervention entschlossen. Für sie, die an der Spitze von Griechenland zu stehen mit Stolz sich rühmten, und deren Macht zum guten Theil auf dem Ansehen beruhte, in dem sie bei Hellenen und Nichthellenen standen, musste es eine überaus dankbare Aufgabe sein, der Herrschaft des Polykrates ein Ende zu machen, welche den Handel der europäischen und asiatischen Griechen in gleicher Weise fort- während hemmte und schädigte.
Die Unterdrückung der Geomoren einerseits und das ganze Thun und Treiben des Polykrates andererseits war es, was die Spartaner zum bewaffneten Einschreiten bewog. So paradox es daher auch klingen mag, wenn Herodot sie sagen lässt, sie hätten nicht die Samier unterstützen, sondern sich rächen wollen, so ist ihre Aussage doch in einem gewissen Sinne der Wahrheit entsprechend. Sie nahmen Rache an dem polykratischen Samos und unterstützten damit gleich- zeitig das aristokratische Samos. Im Falle des Sieges würden sie jedenfalls das aristokratische Regiment der Geomoren wiederhergestellt, vielleicht auch für einzelne Schädigungen, die sie selbst oder ihre peloponnesischen Bundesgenossen durch den samischen Seeraub erlitten hatten, sich Ersatz verschafft haben ²⁷⁵).
III, 47. ²71) Herod. I, 69.*⁷2²) Herod. I, 70. 27s) Herod. I, 141. 152 sd. ²⁷⁴) Herod. III, 148; Plut. apophth. lac., Cleom. Anax. 16. T. I, p. 275 Didot. 2²75) Herod. 17, 84. ²⁷⁵) Plass, Tyr. I, p. 241 sq.; Duncker, G.


