Aufsatz 
Polykrates von Samos
Entstehung
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fährlicher Elemente zu kräftigen ²44). Denn die Zahl derer, die die Tyrannei nur unwillig ertrugen und nur auf den günstigen Augenblick lauerten, um sich zu erheben, kann nicht klein gewesen sein ²⁴⁵), wenn auch übertrieben ist, was Eusebius sagt ²⁴⁶⁷), dass alle Bürger dem Polykrates feindlich gesinnt gewesen seien.

Im Frühjahr 525 ²4⁷) segelten 40 Trieren von Samos ab, um sich zu dem festgesetzten Sammelplatze der Flotte des Kambyses zu begeben. Polykrates liess dem Perserkönig heimlich die Weisung zugehen, er möge die ihm zu Hülfe gesandte Mannschaft zurückbehalten ²⁴⁸). Unterwegs wurde das Geheimniss auf irgend eine Weise bekannt, und die, welche ohne ihr Wissen verbannt worden waren, wandten im karpathischen Meere um und steuerten nach Samos zurück ²⁴⁹). Es waren theils Geomoren, theils andere, mit der Herrschaft des Polykrates un- zufriedene Samier, besonders solche, welche vom Seeverkehr und Handel lebten und sich in dem auf diesem Wege erworbenen Besitze von dem Tyrannen bedroht sahen ²⁵°). Denndie Bürger arm machen war ja vorzugsweise πνρανκνυασ⁴⁶ν ²⁵⁷), und Polykrates wird diesen Grundsatz mehr als irgend ein anderer Gewaltherrscher befolgt haben, da gerade die Habgier eine seiner schlimmsten Leidenschaften war 2²⁵2²).

Ausspruch des Lysander,man müsse Knaben mit Würfeln, Männer mit Eidschwüren täuschen, bemerkt, dass Lysander darin den Polykrates sich zum Muster genommen habe. Vgl. Aelian. v. h. VII, 12, wonach Andere den Ausspruch dem Philipp von Macedonien zuschrieben. ²⁴⁴) Herod. III, 44. 245) Herod. I. I. sagt:dneeeus 10dS dndπeu⁸ Aσσα ς ε᷑τπαν⁴αάατιαανιννιι also waren es noch mehr. 246) Euseb. praep. evang. VIII, p. 390 C. Vig. ²⁴⁷) Der Kriegszug des Kambyses gegen Aegypten fällt ins Jahr 525(S. oben Cap. 2. A. 82); der Zug der Spartaner gegen Polykrates um dieselbe Zeit(Herod. III, 39, d. h. wohl in den Spätsommer); der Hülfszug der Samier aber ins Frühjahr 525. Im Herbst 526 müssen die Rüstungen des Kambyses beendigt gewesen sein. Das Landheer wird etwa in Syrien zusammengezogen gewesen sein, nicht allzuweit von dem für die Flotte bestimmten Sammelplatze.(Duncker a. a. O. II, p. 779; IV, p. 514 verlegt den letzteren in den Hafen von Akkon, am Fusse des Karmel; warum? gibt er nicht an). Von da aus sollte dann im folgenden Frühjahr Landheer und Flotte sich gleichzeitig in Bewegung setzen, so dass die Schiffe den Zug des Land- heeres begleiteten. Mit den übrigen Schiffen hatten also auch die 40 samischen Trieren im Frühjahr 555 an dem bestimmten Sammelplatze sich einzufinden. ²⁴*) Herod. III, 44. ²⁴⁹) Herod. III, 45. Weniger wahrscheinlich ist die zweite Nachricht, die Herodot erfahren hatte, dass die Verbannten nach Aegypten gekommen und von dort, da sie in Gewahrsam gehalten wurden, entflohen seien, obgleich er selbst ihr den Vorzug gibt, da er die Vertriebenen gleich darauf einfach 1oνςα αἀem Adiybnrov nennt. Da der Feldzug der Spartaner auch noch in das Jahr 525 fällt, so kann zwischen der Abfahrt und Rückkehr der Samier kein grosser Zwischenraum liegen. ²⁵⁵) Vgl. Duncker, G. d. A.IV, p. 515 sq.; E. Curtius Gr. G. I6, p. 563. Stein(zu Herod. III, 44) denkt nur an die Geomoren. Aber dagegen spricht schon die grosse Zahl der Verbannten, und weiter würde sich so das Frei- beuterleben, welches dieselben später, nachdem sie von Sparta verlassen waren, führten(Herod. III, 57 59. S. oben, Cap. 5), schwerlich erklären lassen. Dazu kommen ferner die Stellen in den Schol. ad. Hom. Odyss., 71 und im Etymol. M. p. 593, 18, wo die bei Anacr. fr. 51 Bergk(fr. 85 Schneidew.) genannten νιιmπιη έ Grααιαςεα) als ιεεεο(Seeleute) bezeichnet werden. Dass man mit Bergk(Anacr. p. 170) diese uoοc für die Grσιααα zu halten habe, die zur Zeit des Polykrates, anfangs allein, dann mit spartanischer Hülfe, Samos bekriegten, kann meines Erachtens keinem Zweifel unterliegen. ²⁵1) Aristot. Polit. VIII, 11, p. 224 Bekker, ed. II. S. dag. Duncker, G. d. A. IV, p. 19. ²⁵²) Vgl. E. Curtius, Gr. G. IB, p. 563; Plass, Tyr. I, p. 246 sq.; ferner das bei Diodor. fr.