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entfernt und für die Zukunft bestimmt, dass Niemand auf der Insel geboren werden oder sterben, sondern dass dies nur auf Rhenea geschehen dürfe ¹85). Hier entstand in Folge dieser Bestimmung eine Nekropolis, welche sich an der Ostküste weithin ausdehnte. Die Gräber sind durch die Habsucht der Bewohner der Nachbarinseln längst sämmtlich geöffnet und geplündert, während die Monumente in wilder Unordnung noch umherliegen ¹⁸⁶).
Auch die alte Festfeier, die lange Zeit unterblieben war, richtete Polykrates wieder ein. Als er beim delphischen Orakel anfragen liess, ob er die neu gegründeten Spiele delische oder pythische nennen solle, erhielt er die bedeutsame Antwort:„xau σXdTEh IIuS. l ⁴ηαά e„Dies sind deine Pythien und Delien“, womit auf seinen nahen Untergang hingedeutet werden sollte ¹s7). Danach würden die hier berührten Ereignisse kurz vor den Tod des Tyrannen, d. h. in das Jahr 522 und theilweise vielleicht schon in das Jahr 523 zu ver- legen sein. Uebrigens erhielt sich die Einrichtung des Polykrates nicht lange. Als die Athener im Winter 42 die Reinigung von Delos vollbracht hatten, stellten sie die Spiele in gross- artiger Weise wieder her ¹ss). Seitdem wurden sie alle vier Jahre, am 6. und 7. Thargelion, den Geburtstagen der Artemis und des Apollo nach delischer Sage, also in der Maienzeit abgehalten, während daneben noch kleinere, jährliche Feste stattfanden ¹⁸⁵). Zu jedem grösseren und kleineren Feste wurde von Athen aus eine Theorie(Festgesandtschaft) auf dem delischen Schiffe abgeordnet ¹⁹⁰), wobei kein Aufwand gespart wurde, namentlich Seitens der Architheoren (Führer der Gesandtschaften), die die Kosten theilweise aus eigenen Mitteln bestritten. Als Nicias Architheoros war(Ol. XC, 3= 415⁄⁄), liess er eigens für die Festprocession eine Floss- brücke von Rhenea nach Delos schlagen, damit dieselbe mit um so grösserem Pomp ihren Einzug halten könne ¹⁰⁹¹).
Thucyd. III, 104. ¹s5) Thucyd. III, 104. Vgl. Thucyd. I, 8 und Anonym. vita Thuc. 8 Kr. Diodor. XII, 58, 6. 7 Dind. Strabo X, p. 486 Cas. Was Plut. apophthegm. Lacon. T. I, p. 283 Didot von Pausanias, des Kleombrotus S., erzählt, ist entweder ein Anachronismus oder mit Dorville und Boeckh von Pausanias, des Plistoanax S., zu verstehen. Bursian, Geogr. v. Gr. II, p. 451, A. 3; Boeckh, St. H. d. A. IL, p. 541. Die weiteren Massregeln der Athener in Bezug auf Delos(Thucyd. V, 1; Diodor. XII, 73, 1 Dind.; Paus. IV, 27, 9 Bekker) waren politischer Art und wurden auf göttliches Geheiss zurückgenommen(Thucyd. V, 32, 1; Diodor XII, 77, 1 Dind.). ¹⁸⁸) Bursian, a. a. O. II, p. 463. Ross, gr. Inselr. I, p. 35; II, p. 169 sq. ¹⁸⁷) Zenob. VI, 15; Diogenian. VIII, 35; Apostol. XV, 9(Corp. paroemiogr. gr. I, p. 165 sq. 311; II, p. 629 sq. 661); Suid. s. v. IIü⁹ι νόν iα;, Phot. s. v. IIiνιαα Menandri fr. inc. CCXCV Mein. Den Sinn erklärt richtig Dobree (advers. II, 607)=„brevi putresces et peribis“(ν‿αννέμαα. ¹s88) Thucyd. III, 104:„ri Teνrεοια rτει τοντονμμάεε⁴ τννναέειιαεοιυeν⁄ένννωπσση oG ͥdÜναo, d‿*νια rs ua dn uεναν¶sᷣα☚σνοdος iν 1n1Oν τυναν„ Hνυυνττεει ναά—meινενϋυνσαυπυπηννυ Diodor. XII, 58, 7 extr. Dind.: „Enolndær dε νπα ruvnννονν rdν lioν,„pesueᷣs dr εον αοαν ττσm
7O6O. 1¹8) Boeckh, St. H. d. A. II2, p. 82. ¹⁰⁹⁰) Boeckh, a. a. O. I, p. 300; II2, p. 94. 1¹⁹¹) Plut.


