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steilen Berghängen umsäumt, während im Norden, etwa in der Mitte der nach dieser Seite hin gelegenen Küste, eine ziemlich isolirte Anhöhe bis zu 110 M. sich steil erhebt und sich in länglicher Form nach Norden hinzieht. Ross ¹⁴⁶) und Guérin ¹⁴⁷) haben in dieser Anhöhe diejenigewiedererkannt, welche die Astypaläa und den Palast des Polykrates trug. Durch eine Schlucht ist von ihr eine grössere Anhöhe getrennt, jetzt Kastro genannt, welche sich in einer Ausdehnung ſvon 1,8 Km. nach Westen erstreckt und in ihrem höchsten Theile bis zu 248 M. ansteigt. Von dem Abhange dieser letzteren dehnte sich das alte Samos in südlicher und südöstlicher Richtung nach dem Meere und dem Hafen hin aus ¹⁴s), während sich im Westen eine grosse Vorstadt anschloss ¹45). Die älteste, carisch--lelegische Ansiedlung lag wahrscheinlich auf dem kleineren, östlichen Hügel und bildete die ursprüngliche As typaläa 155); später, als die Stadt sich nach Westen hin immer weiter ausdehnte, scheint der Name auch in weiterem Sinne gebraucht worden zu sein.
Als Polykrates sich der Herrschaft bemächtigt hatte, befestigte er vor allen Dingen den kleineren Hügel, die eigentliche Astypaläa 1¹51), wo er auch seinen Palast errichtete 152). Dieser Hügel beherrschte den Hafen unmittelbar. Wie aber aus den Forschungen neuerer Reisenden, insbesondere den genauen Untersuchungen von Guérin ¹54) hervorgeht, zogen sich starke Be- festigungswerke in einer Gesammtausdehnung von 8 Km. rings um die ganze Stadt mit Einchluss beider Hügel, sodass der kleinere in dem ganzen Befestigungsnetze gleichsam die Citadelle bildete. Die ungefähr 3 M. dicke und 6 M. hohe Ringmauer war in bestimmten Zwischen- räumen von viereckigen Thürmen überragt. Aus den noch erhaltenen Ueberresten sieht man, dass die Mauern an der äusseren und inneren Seite mit regelmässigen, viereckigen Blöcken bekleidet waren, während der mittlere Raum mit anderweitigem Material ausgefüllt war. An einigen Stellen zeigt sich eine unregelmässigere Anordnung der Steine, besonders da, wo im Westen und Osten ldie Mauer von der Höhe sich herabsenkt. Es ist hier das rectanguläre System verlassen und das ältere, polygonale angewandt. Guérin bemerkt mit Recht ¹⁵⁴), dass man daraus nicht etwa auf ein jüngeres Alter dieser Mauertheile schliessen dürfe, da die Griechen auch noch in der Zeit des vervollkommneteren Mauerbaus aus besonderen Gründen, namentlich der grösseren Festigkeit wegen, öfter zu dem früheren, unvollkommneren zurück- gekehrt seien. Auf dem Kastro zog die Mauer nur an der Nordseite der Gipfelfläche des Berges nin; der kleinere Hügel dagegen bildete- eine besondere Festung für sich, welche jedoch auch von dem grösseren Befestigungsgürtel umschlungen wurde. Im Osten zog sich die grosse Ringmauer von der Astypaläa abwärts nach dem Hafen hin, den sie etwa in der Mitte der Nord- küste der Bai von Tigani ſerreichte, sodass der östliche Theil dieser letzteren ausserhalb der
paroemiogr. gr. I, p. 146. p. 329 sq). ¹⁴⁶⁵) Ross, Inselr. II., p. 148 sq. ¹¹⁷) Guérin, a. a. O., p. 198. ¹¹6) Strabo XIV, p. 637 Cas. ¹4e) Herod. III, 54; Strabo I. I.; Ross. a. a. O. II. p. 145 sq. Guérin (a. a. O. p. 180 sq.) nimmt zwei Vorstädte an. ¹⁵⁰) Etymol. M. S. v. Aorundlalc. ¹151) Polyaen. strateg. I, 23, 2.1*²) Vgl. E. Curtius, Gr. Gesch. 14, p. 560 sq. ¹⁵³) Guérin, a. a. O., p. 192— 202. Vgl. Ross, Inselr. II, p. 148 sq. ¹⁵⁴) Guérin, a, a. O. p. 195 u. 199. Vgl. Guhl u. Koner, Leben der


