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dem Falle von Babylon(538 v. Chr.) stattfand ¹ε⁵), war auch für Aegypten die neue Macht des Orients doppelt gefährlich geworden. Der Kampf um die Existenz war auch für es nur mehr eine Frage der Zeit. Amasis traf daher rechtzeitig seine Vorkehrungen. Cypern hatte er bereits besetzta¹⁶) und war nun gerne bereit mit dem emporstrebenden samischen Machthaber in enge Beziehungen zu treten. Man gab und nahm Geschenke als Unterpfänder der Freund- schaft ¹17)y, Zwei hölzerne Bildsäulen des Amasis, die er selbst dem Polykrates zum Geschenk gemacht hatte, standen noch zu Herodot’s Zeit hinter der Thür des grossen Heratempels auf Samos ¹¹8). Für Polykrates war, der auch ihm von Tag zu Tag drohender werdenden Perser- herrschaft gegenüber, das Bündniss mit Amasis von der weittragendsten Bedeutung.— Duncker ¹¹⁹) nimmt auch eine Verbindung des Polykrates mit seinem Zeitgenossen, dem Tyrannen Pisistratus von Athen, an, welche zwar durch die freundschaftlichen Beziehungen Beider zu Lygdamis von Naxos wahrscheinlich gemacht wird, jedoch durch kein geschichtliches Zeugniss bestätigt ist.
Einmal zur Alleinherrschaft gelangt, erhob sich der merkwürdige Mann bald zu einem der mächtigsten Fürsten, die man weit und breit kannte. Das rasche Wachsthum der Macht des Polykrates, sowie das ausserordentliche Glück, das ihn bei allen seinen Unternehmungen begleitete, waren im ganzen Alterthum der Gegenstand der höchsten Bewunderung. Sein Ruhm verbreitete sich bald in allen griechischen Landen, denn von allen Kriegszügen kehrte er siegreich und beutebeladen heim ¹²⁰).
4. Die Stützen der Macht.
A. Die Streitkräfte.
Mag auch Polykrates zur Erreichung seiner ehrgeizigen Absichten sich auf die bestehende Unzufriedenheit des von den Geomoren unterdrückten Volks gestützt haben, so stand doch keine geschlossene Partei hinter ihm, auf die er mit Sicherheit hätte rechnen können. Er trat nicht, wie Pisistratus in Athen, als Parteihaupt auf, sondern seine Stellung war von Anfang an aus- gesprochenermassen die eines ächten Tyrannen ¹²ã·) der, indem er das eigene Interesse zur alleinigen Richtschnur seiner Handlungen machte, allen Parteien mehr oder minder feindlich gegenüberstand. Eine solche Herrschaft konnte, wie sie durch schnöden Gewaltstreich gewonnen
141— 169. 1¹¹⁵) Duncker, Gesch. d. A. II, pag. 736 sq. mit A. 1. Für diese Zeit sprechen: Xenoph. Cyrop. I, 1, 4; Polyb. XVI, 40; Joseph. c. Apion. I, 21. Dagegen: Herod. III, 34. Vgl. Herod. III, 19
und Thucyd. I, 16. ¹¹⁸) Herod. II, 182. Diodor. I. 68, 6 Dind. ¹¹⁷) Herod. III, 39. ¹¹⁸) Herod. II, 182.
118) Duncker, G. d. A. IV, p. 323. 434. 436. 443. 5 504. So auch E. Curtius, Gr. G. E, p. 558 und Bethe, a. a. O. p. 41. ¹²⁰) Herod. III. 39; Strabo XIV, p. 637 Cas; Dio Chrysost. XVII, p. 251 M.; Max. Tyr. XIX, p. 192 ed. min. Davis.(XXXV. p. 411 ed. maj.); Cicero de fin. V, 30; Valer. Max, VI, 9 ext. 5; Plin n. h. XXXVII, 2. Vol. V, p. 391 sq. ed. Bip. ¹²¹) Aristot. Polit. III, 7, p. 70, 11 Bekker,


