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Brüder sich entledigt, indem er den älteren derselben, Pantagnotos, tödten liess, den jüngeren, Syloson, zur Flucht zwang, sodass er nun allein auf der Insel das Scepter führte 106).
Wie Polykrates schon zur Erlangung der TPyrannis mit dem mächtigen Lygdamis von Naxos, der auch dem Pisistratus, als er zum dritten Male die Herrschaft in Athen an sich riss, erfolg- reichen Beistand geleistet hatte ¹⁰7), in Verbindung getreten war 108), so suchte er nun die neugewonnene Macht durch ein besonders wichtiges Bündniss zu befestigen, indem er Freund- schaft schloss mit Amasis, dem Könige von Aegypten ¹⁰⁸)) Amasis, der von 570 bis 526 auf dem Throne der Pharaonen sass, ist unter allen ägyptischen Herrschern derjenige, welcher sich am meisten zu den Griechen hingezogen fühlte 11⁰yo.) An dem Neubau des delphischen Tempels betheiligte er sich in hervorragender Weise 111). Als dem lydischen Reiche, das unter der Herrschaft des nicht minder griechenfreundlichen Königs Krösus stand, von Persien her Gefahr drohte, hatte Amasis im wohlverstandenen eigenen Interesse demselben seinen Beistand zu- gesagt 11²). Der jähe Sturz der Mermnadendynastie hatte es ihm unmöglich gemacht, die ein- gegangene Verpflichtung zu erfüllen ¹1) In Folge der Unterwerfung von ganz Kleinasien, ins- besondere der der seemächtigen Griechenstädte ¹¹4), sowie durch den später erfolgenden frei- willigen Anschluss der Phönicier an das persische Reich, welcher, wie es scheint, bald nach
verat(ohne Lücke). Für die Uebersetzung:„theilte zu, überliess“ spricht schon der Aorist. Zieht man aber dabei z»νν mου zu dααεe νs⁷, wie z. B. Baehr, der sogar hinter 26/⁄10 cin Komma setzt, so fehlt das Object zu gveaus. Man verbindet daher 767 mit beiden Verben(Kr. bemerkt dazu: jedem einen Theil). Auch die Bedeutung des Wortes z6 ¼1α(urbs o. civitas) kommt in Betracht. Die Meisten entscheiden sich für das Letztere. Veegens(de Polycr. p. 20), der sich auf Valckenaer zu Eurip. Phoen. v. 932 beruft, will sogar dominatus in cives darunter verstehen. Jedenfalls bleibt, so lange man v7 als Object zu dααανεᷣsos zieht, die Construction unerträglich hart. Polykrates kann die Stadt, die Insel, die Herrschaft dreifach getheilt haben, aber die so getheilte Herrschaft den Brüdern zutheilen— das geht doch nicht! Da fehlt der Gedanke, den Krüger erklärend hinzufügt: „jedem einen Theil“. Mir scheint mit Rücksicht auf den ganzen Zusammenhang(Herod. sagt anfangs ganz allgemein: ö Qεᷣ ⁴οv, dies beschränkt er dann: 1 uε dra r², dann fährt er fort: u¹r⁴ 2ε...&Qν̈ 1σ.m☛αάασ% υα|ς☛G⁸') das Einfachste und Natürlichste zu sein, zu dνανesνοs aus den unmittelbar vorhergehenden Worten Xoνον als Object zu denken und 6 2 trotz Valckenaer und Veegens als Stadt in unserem Sinne aufzufassen, im Gegensatz zur d.π,m0“R⁸, welche Polykrates sich selbst vorbehielt. Natürlich war die Dreitheilung auch auf die übrige Insel ausgedehnt. Nach dem Etymol. M. s. v. Aorunclcta hatten die ältesten jonischen Ansiedler, Prokles und Tembrion, den Staat in 2 Phylen getheilt, Chesia und Astypaläa, die, wie deutlich aus den Worten des The- mistagoras hervorgeht, ursprünglich Stadttheile bezeichneten. Eine dritte samische Tribus, Aeschrio- nia, wird von Herod. III, 26 bei Anführung der sam. Colonie Oasis in der libyschen Wüste erwähnt. Nun vermuthet Panofka(r. S. p. 32. 81 sq.), dass die Dreitheilung des Polykrates sich an diese frühere Dreitheilung angeschlossen habe, und Baehr(zu Herod. III, 26) stimmt ihm bei. Derselben Ansicht ist auch Bergk(zu Anacr. fr. 51, p. 168 sq. Vgl. dag. Schneidew. del. p. 369 sq. zu Anacr. fr. 85). Ob auch dieser dritten Tribus, die Veegens(de Polycr. p. 20 sqd.) mit einer der beiden anderen iden- tificiren will, ein bestimmter Stadttheil entsprochen habe, ob die Ansicht von Panofka, Bergk u. Baehr richtig sei, will ich dahingestellt sein lassen. Das aber scheint sicher, dass Polykrates zunächst die Stadt in der oben angegebenen Weise und demnaächst auch die Insel zwischen sich und seinen Brü- dern getheilt habe. ¹⁰) Herod. III, 39. 1¹⁰⁷) Herod. I, 61. 108) Polyaen. strateg. I, 23, 2. ¹⁰²) Herod. III, 39. ¹1⁰) Herod II, 178— 182. ¹¹1¹) Herod. II, 180. ¹¹²) Herod. I, 7. ¹¹⁵) Herod. I, 75— 80. 83— 87. 1¹¹⁴) Herod. I,
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