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kann beide Ereignisse fast als gleichzeitig betrachten. Kambyses aber starb durch Selbstmord“*) 7 Monate vor der Thronbesteigung des Darius(denn so lange dauerte die Herrschaft des Magiers Gaumatass), nachdem er 7 Jahre und 5 Monate regiert hattese). Sein Tod fällt also in den Spätsommer des Jahres 522(0l. LXIV, 3)²7), und kurze Zeit vorher fand der Sturz des Tyrannen Polykrates statt ⁸s).
Der Anfang der Regierung des Polykrates fällt, mögen wir ihn mit Duncker in das Jahr 536, oder mit Heeren schon in das Jahr 540 verlegen, in die Zeit, wo der Krieg, den die Feldherren des Cyrus, Mazares und Harpagus, mit den äolischen und jonischen Griechen führten, bereits beendet warse). Milet hatte gleich anfangs unter günstigen Bedingungen von Cyrus Frieden erhalten ²⁰). Die übrigen Städte des Festlandes wurden von Mazares und Harpagus eine nach der anderen eingeschlossen und nach tapferer Gegenwehr eingenommen ²⁴). Die Inseln hatten sich vom Kriege ferngehalten, da sie keine Gefahr zu befürchten hatten*²). Nach der Unterwerfung des Festlandes aber ergaben sie sich freiwillig an Cyruss). Doch gilt dies, was die grösseren Inseln betrifft, nur von Lesbos und Chios. Samos muss damals eine selbständige Stellung behauptet haben, da Polykrates zu dem Feldzuge des Kambyses gegen Aegypten nicht als Vasall, sondern als Verbündeter seine Schiffe sendet⁴), und Samos erst unter Darius dem Perserreich als Vasallenstaat unterworfen wurde?⁵). Es erscheint daher auch noch nicht in der Tributliste des Darius?ο) aufgeführt. Nachdem die Gefahr von Seiten der Perser völlig geschwunden war, da Cyrus anderwärts in langwierige Kriege verwickelt wurde, erfolgte die Erhebung des samischen Machthabers.
p. 22). E. Curtius(Gr. Gesch. I6, p. 565. 568) setzt den Tod des Kambyses 521, den des Polykr. 522, oder gar(S. 637, A. 178) schon 523. Plass(Tyr. I, p. 247 sq.), Grote-Meissner(G. Gr. II, p. 517) u. Duncker(Gesch. d. A. IV, p. 519; IIS, p. 664. 665 A. 2. p. 792. 793 A. 2; vgl. p. 823) setzen beide Ereignisse in das richtige Zeitverhältniss. ⁸⁴) Vgl. die Inschrift von Bisitun(Behistan) Col. I, Z. 10 sqq. Duncker, G. d. A. II, p. 797. 801. Nach Ktesias(exc. Pers. 12, p. 48 Didot) starb Kambyses zu Ba- bylon an einer Verwundung, die er sich unfreiwillig mit einem Messer selbst zufügte. Justin's An- gabe(I, 9) stimmt mit der des Herodot überein. ²s) Herod. III, 67 sd. Damit stimmt die Inschrift von Bisitun überein, wenn man mit Oppert den Monat Garmapada, in dem der Magier sich der Herrschaft bemächtigte, dem Juli— August; den Bagayàdis, in dem Darius den Magier tõödtete, dem März gleichsetzt.(Bisitun, Col. I, Z. 13; Baehr zu Herod. III, 67). ³³) Herod. III, 66. ³*) Baehr zu Herod. III, 66. Clinton, f. h. ad a. 521. Duncker, Gesch. d. A. II“, p. 792 sq. A. 2; p. 664 sq. A. 2; p. 823. Man schwankt hinsichtlich des Todesjahres zwischen 522 und 521. Ersteres empfiehlt sich mehr, namentlich auch wegen der bisitun. Inschr., vorausgesetzt, dass die oben angeführten Deu- tungen der Monatsnamen richtig sind. ³s) Plin. n. h. XXXIII, 6. Vol. V, p. 181 ed. Bip., sagt, Poly- krates sei um das Jahr 230 der Stadt ermordet worden(also nach Varron. Aera 524 n. Chr.) ³⁹) Herod. I, 141— 169. ¹³¹²) Herod. I, 141. 169. ²¹) Herod. I, 169. ¹²) Herod. I, 143. 151. Vgl. Thucyd. I, 13. Nach Thucyd. I, 16 scheint es fast, als seien die Inseln überhaupt erst unter Darius unterworfen worden, Oder soll wigous vorzugsweise auf das sam. Inselreich sich beziehen? 9⁸) Herod. I, 169. *⁴) Herod. III, 44.*⁵⁴) Herod. III, 139— 149. Vgl. O. Müller, in Schneidew. Ibyc., p. XIX. ²⁸) Herod. III, 90. Vgl. Stein zu Herod. I, 169. Duncker, Gesch. d. A. III, p. 712. E. Curtius, Gr. Gesch. P, 2


