Aufsatz 
Polykrates von Samos
Entstehung
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sein lässt. Diodor) setzt die Zeit seiner Blüthe um Ol. LXI= 53 9⅜; die christlichen Schriftsteller[Tatian 7°), Clemens v. Alex.), Cyrillus 72)] übereinstimmend um Ol. LXII= 532 529; nur Eusebius7³) etwas später. Wenn man bedenkt, dass die Berühmtheit des Pythagoras doch erst mit seinem Aufenthalte in Croton beginnt, was Ritter freilich in Zweifel gezogen hat⁴), so ergibt sich aus den oben angeführten Zeugnissen, dass die Abreise des Philosophen von Samos spätestens ins Jahr 53375) fallen kann, dass also die Angabe Cicero's ziemlich zutrifft. Für den Anfang der Tyrannis des Polykrates aber haben wir dann als spätesten Termin gleichfalls das Jahr 533 zu setzen. Wir müssen also von Eusebius, der ja auch die Blüthezeit des Pythagoras später als die Uebrigen ansetzt, abgehen, so sehr auch die spärlichen Andeutungen des Herodot und des Thucydides es rathsam erscheinen lassen mögen, ihm zu folgen 7⁶). Dunckers?7?) Vermuthung, der den Polykrates im Jahre 536 zur Herrschaft gelangen lässt, dürfte der Wahrheit jedenfalls sehr nahe kommen. Doch ist auch Heeren's7⁸) Annahme, der 540 als das Anfangsjahr der Pyrannis setzt, nicht schlechthin zu verwerfen.

6⁰) Diodor. fr. I. X, 3, 1 Dind. ²) Tatian., p. 141.) Clem. Alex. Strom. I, p. 302 b.) Cyrill. adv. Julian. I, p. 13 a. ⁷³) Euseb. chron. Ol. LXIII, 4:Pythagoras physicus clarus philosophus habetur. Einige Hdschrr. setzen eine frühere Zeit. Vgl. Bentley, I. I. p. 188. Clinton, f. h. ad a. 525. ²⁴) Ritter, a. a. O., p. 31 sq.*) Dieses Jahr nehmen Duncker(Gesch, d. A. IV, p. 504, A. 2) und Grosser (Gesch. und Alterth. der Stadt Croton; Beilage zum Progr. des Gymn. zu Minden 1866, p. 25) an. *6) Was die Angabe des Suidas s. v."1Suzο*ς u. s. v. Aucvroéow betrifft, so ist von der ersteren Stelle schon o. A. 46 die Rede gewesen. An der zweiten hat Küster das unmögliche O1. in 5 ge- ändert. Aus dem, was uns von der Lebenszeit beider Dichter bekannt ist, lässt sich für unseren Zweck Nichts entnehmen. ⁷⁷) Duncker, Gesch. d. A. IV, p. 321, A. 1; p. 504 u. A. 2. Uebrigens ist der Grund, den er von der Unterstützung, die Polykrates nach Polyaen. strateg. I, 23, 2 von Lygdamis, dem Tyrannen der Naxier empfing, hernimmt, um zu beweisen, dass Pol. nicht früher zur Tyrannis gelangt sein könne, nicht stichhaltig. Zwar sind die Worte Polyän's: ακοι‿εέυν⁴ι⁶οοσ τν Vεtον ruοeννονν keinesfalls so zu deuten, wie Bentley(a. a. O. p. 185) und nach ihm Plass(Tyr. I, p. 235 sq. vgl. E. Curtius, Gr. Gesch. Is, p. 637. A. 178) gewollt haben, dass damit auf die spätere Tyrannis des L. hingewiesen werde. Allein Aristot. erzählt uns ja in der o³ι⁊etæ Varic(Athen. VIII, p. 348, ac. Heitz, fragm. Aristot. p. 278) von einem Aufstande der Demokraten auf Naxos gegen den Adel, wobei Lygdamis an die Spitze der Unzufriedenen getreten und so zur Tyrannis gelangt sei. Dass dies nicht mit derjenigen Erhebung des L., zusammenfalle, bei welcher Pisistratus von Athen betheiligt war, scheint aus den Schlussworten der aristotel. Stelle hervorzugehen:s(A§.) æνmτmνε v groνεαᷣς οœυνms dvevn rijs αοε⁴οςσ⁵εα An einer anderen Stelle(Polit. VIII, 6. p. 204 Bekker) sagt Aristoteles, L. sei aus den Reihen der Aristokraten an die Spitze des Volks getreten und GTSOOv ru⁴ᷣeyvοενες(dies 5oεοον ist allerdings etwas bedenklich). Von Pisistratus aber ist, hier wie dort, nicht die Rede. Bei Herod. 1, 64 dagegen wird von Pisistr. gesagt:zorο aæπν (Naon) 2ατεατοειινμάαο οπνέη⁴ισm nεrοεννε̈ᷣ 1u*ννσἀιεε Das lautet doch ganz anders. Man muss wohl annehmen, dass L., ähnlich wie Pisistr., zunächst nicht zum dauernden Besitz der Tyrannis gelangte. Er konnte desshalb doch in der zwischen der ersten und zweiten Tyrannis gelegenen Zeit als Vaενεενω zuνοαeννs bezeichnet werden. Herod. I. 61 nennt ihn freilich nur NAaos ννπο. Vgl. Stein zu He rod. I, 61. Bethe, Athen unter der Herrschaft des Pisistr. und des Hipp.(Progr. v. Merseburg. 1864) p. 29 sq. E. Curtius, Gr. Gesch. I2, p. 584. Bursian(Geogr. v. Griechenland III, p. 492) u. Duncker(a. a. O. IV, p. 316) nehmen nur eine Tyrannis an.*8) Heeren, Handbuch der Gesch. p. 175. K. Fr. Hermann, Gr. St. A., 4. Aufl.§. 87, A. 8, setzt die Tyrannis des Polykrates um 530. Deussen's(de Polycr. p. 11)