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ſichtbare und Gott ſelbſt als unſichtbarer Zeuge angerufen. Beide Stellen enthalten eine for⸗ melle Beſchwörung. V. 50: D vR n y de N) e pr dde y dnd NR 8y bezieht ſich auf die Behandlung der Töchter Labans; v. 52: pf yf nR dN Fr dan poN ay N N dde erdn p e ny-d Dxm axon i e auf das gegenſeitige Verhalten Labans und Jacobs. Knobelefaßt an der erſten, Maurer an der zweiten Stelle ZX als einfache Bedingungs⸗, nicht Schwur⸗partikel auf. V. 50 nimmt Knobel n als Nachſatz zu yn dde, was doch nicht wohl angeht. Mit Nen weiſt Laban offenbar auf die augenblick⸗ liche Lage hin, wo Gott der Zeuge ihres beiderſeitigen Bundes iſt, nicht auf einen ſpäter etwa eintretenden Fall. Das eingeſchobene y d 8 bereitet das Folgende vor: Kein Menſch iſt hier bei uns— ſiehe! Gott iſt Zeuge. Der Werth des göttlichen Zeugniſſes wird durch die Gegenüberſtellung des(nicht vorhandenen) menſchlichen um ſo nachdrücklicher hervorge⸗ hoben. So wird auch Num. 20, 19: yx eh X H= durch das vorausge⸗ ſchickte 2 PN das nachfolgende 5—2pX 22 verſtärkt. V. 52 findet Maurer in dem doppelten A ein sivessive, Knobel erklärt d als Verſtärkung der negativen Schwurpar⸗ tikel(doppelte Negation). Erſtere Auffaſſung iſt zu gezwungen, letzterer ſcheint die Inter⸗ punction bei„IR und Moes zu widerſtreiten. Was Maurer ſo entſchieden verwirft, daß zwei Conſtructionen vereinigt ſeien, ſcheint doch die richtigſte Anſicht zu ſein. Nach X und M Dee hebt die Rede mit jedesmal neu an. Der Grund der Anakoluthie iſt die beabſichtigte ſtarke gegenſätzliche Hervorhebung der beiden vertragſchließenden Perſonen, wobei doch die Schwurform beibehalten werden ſollte. aa
Num. 14, 23 ſteht dX als Schwurpartikel, während die Schwurformel ſchon v. 21 vorausgeht. Und zwar iſt daſelbſt„IX und das folgende 2. SS in keiner Weiſe zu trennen, wie dies auch Maurer andeutet. Alſo:„So wahr ich lebe und ſo wahr von der Herrlichkeit des Herrn ſich füllen wird die ganze Erde, ſo gewiß ꝛc.„ v. 22 beginnt die Worte, die den Inhalt des Schwurs bilden, und iſt alſo verſichernd, nicht begründend. Die Schwurpartikel a folgt erſt beim Hauptverbum= v. 23, von dem ſie ſonſt zu weit ge⸗ trennt worden wäre. Anders erklärt die Stelle Knobel, der XOe v. 21 ſchon als Inhalt des Schwurs auffaßt und„e v. 22 für begründend hält.
2.„9(neg. X5) o. 9).
Die Unwirklichkeit des als Bedingung Geſetzten, welche andere Sprachen durch die Wahl des Tempus in Vorder⸗ und Nachſatz(el c. ind. temp. hist.— ⅜⁴ c. ind. t. h.; si c. im- perf. o. plusq. conj.— imp. o. plusq. conj.) ausdrücken, wird im Hebräiſchen, dem ſtreng geſchiedene Tempusformen mangeln, durch die Partikel„(neg. 8 o.*0) bezeichnet. Die Stellen, wo es ſich findet, ſind folgende: 71*
Gen. 31, 42. 43, 10. 50, 15. Num. 22, 29. 33. Deut. 32, 26 f. 29.
Häufig entſpricht dem„ des Vorderſatzes ein„H oder y„d des Nachſatzes. So an den beiden erſten Stellen aus Gen. und an denen aus Num. Der Gebrauch des, um den Nachſatz einzuführen, läßt ſich nicht in Zweifel ziehen, doch iſt er nicht ſo häufig, wie Knobel annimmt, und im Pentateuch auf unſere 4 Stellen beſchränkt. Die hier in Rede ſtehende


