Aufsatz 
Die hebräischen Conditionalpartikeln / Wilh. Schmitthenner
Entstehung
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odadoy. Vulg.: nonne si bene egeris, recipies(?), sin autem male, statim in foribus peccatum aderit? Luth.: Iſt es nicht alſo? Wenn du fromm biſt, ſo biſt du angenehm; biſt du aber nicht fromm, ſo ruht die Sünde vor der Thür. Neuerdings ſucht man, analog der Vulg., in NE meiſtens den Nachſatz zu Son d. So auch Maurer und Knobel, ſowie Geſenius im thes. p. 914 b. Knobel überſetzt:iſt nicht, wenn du gut handelſt, Erhebung? und ergänzt zu den folgenden Worten:doch wenn du nicht gut handelſt de Gedankenglied:da iſt Senkung nach v. 5. 6. Maurer nimmt die Worte r P Odn als Nachſatz zu SeO. Bunſen dagegen überſetzt:Iſts nicht alſo? Magſt du ſchöne Gaben bringen oder nicht ſchöne, vor der Thür lauert die Sünde. Dieſe Ueberſetzung, welche dem 009 oeréyeng der LXX entſpricht, verdient deu Vorzug. Denn zunächſt iſt es hart Hs von D zu trennen, wenn auch der abſolute Gebrauch von nicht ganz vereinzelt daſteht. Sodann entſpricht dem H? bei Maurer kein paſſender Nachſatz im 2. Glied(zu Dn); bei Knobel dagegen wird ein Gedankenglied gewaltſam ergänzt. Auch will die Ueberſetzung von Maurer und Knobel nicht recht in den Zuſam⸗ menhang der ganzen Stelle paſſen. Knobel meint: Jahve begnadigt, wen er will. Kain habe daher Jahve's Wohlgefallen an Abel's Gabe ruhig zu ertragen gehabt. Er leitet daher Kain's Verſchuldung erſt von ſeinem trotzigen Benehmen beim Opfern ſelbſt her(v. 5.). Dies ſteht mit unſerer Vorſtellung von der gottlichen Gerechtigkeit in ſchneidendem Wider⸗ ſpruch. Es erſcheint weit angemeſſener, daß die böſen Gedanken als ſchon vorher in Kains Herzen liegend und als Grund des göttlichen Mißfallens an ſeinem Opfer angeſehen werden. Nehmen wir alſo die maſoretiſche Lesart als richtig an, ſo iſt das doppelte d= sive-sive zu erklären, wodurch der dem göttlichen Standpunkt allein angemeſſene Sinn entſteht: Nicht die Güte der Gaben, ſondern die Geſinnung, mit der ſie dargebracht werden, verleiht ihnen ihren Werth. Niyn vom Darbringen der 30 findet ſich: 1. Par. 16, 29. 18, 2. Ps. 96, 8. Uebrigens iſt auch v. 3 und 4 für das Darbringen des Opfers das allgemeinere zund nicht der eigentliche Ausdruck Pn gebraucht. dN-d ohne Verbum= sive-sive findet ſich: Ex. 19, 13. Lev. 3, 1. 127, 26. Deut. 18, 3. c. Am zahlreichſten ſind die Beiſpiele für dr= H. c. cj. Es findet ſich namentlich bei den einzelnen Geſetzesvorſchriften, wo für die möglicherweiſe eintretenden Verhältniſſe oder Vergehungen das von Gott feſtgeſetzte Verfahren oder die von n beſtinunt⸗ Strafe ange⸗ geben wird, oder bei anderen allgemeinen Vorſchriften. Die einzelnen Stellen ſind folgende:

a. bei Geſetzesvorſchriften:

x. 12, 4. 13, 13. 20, 22. 21, 3. 4. 5. 8. 9. 10. 11. 19. 21. 23. 27. 29. 30, 32. 22, ü. 2a. 2b. 3. 6. 7. 1 12. 14a. 14b. 16. 24. 25. 29, 34. 34, 20.

Lev. 1, 3. 10. 14. 2, 5. 7. 14. 3, 1a. 15. 6. 7. 12. 4, 3. 13 f. 27 f. 32. 5, 1. 6. 11. 17. 6, 21. 7, 16. 18 12, 5. 8. 13, 4. 7. 12 fl 21. 22. 23. 26. 27. 28. 35 f. 37. 41. 53 f. 56. 57. 14, 21. 43 f. 48. 15, 23. 24. 28. 17, 16. 19, 7. 25, 28. 30. 51. 52. 54. 027, 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 1I. 13. 10 16,7105 18119 20re3 ſe A72. 27b.

31.32. 1*