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den Mythen der zweiten Classe erscheint Heracles als ein aus Asien kommender Eroberer, welcher Kriegsheere aus allerlei Völkern in die Westländer führt, mit denen er Städte und Länder colonisirt. Dieser zweite Mythenkreis war den älteren Griechen unbekannt; erst in Alexanders des Grossen Zeit, als die reiche Sagenzeit des Orients ihnen näher bekannt wurde, lernten sie in Heracles den grossen Eroberer kennen, und nachdem auch die westlichen Län- der, Africa, Sardinien, die Balearen und Iberien nach den Punischen Kriegen bekannt gewor- den, begegnen wir auch hier einem grossen Kreise ähnlicher Mythen, die in den Phönicischen Colonialländern des Westens heimisch und in die älteste Geschichte überall verflochten wa- ren.“ Ibidem p. 113:„Heracles kommt nach Sallust's Darstellung(Jug. 17, 18) der Punisch- Numidischen Sage mit einem Heere, welches aus allerlei Völkern zusammengesetzt ist, in die Westländer. Seine Begleiter sind hier Asiaten, wie auch nach Just. IXIV, 4, 15. Nach Diodor's Darstellung(IV, 19) zieht Heracles seine Armeen, bestehend aus einer grossen Menschenmenge von allerlei Völkern in Creta zusammen und zieht von da nach Africa und weiter nach Spanien.“ Ibid. p. 114:„Schon Alexander Polyhistor(bei Jos. amtqq. I, 15, 1) meldet in genealogischer Verknüpfung biblischer Namen mit der Maurischen Sage, wie Arabische Stämme mit Heracles nach Africa gewandert seien.“ Ibid. p. 407:„Nach einer genealogischen Combination bei Jos.(antiqq. I, 15, 1) nach einem Fragment des Cleodemus bei Alex. Polyh. war der biblische Epher(Gen. XXV, 1. 4), ein Sohn Abrahams und der Ketura und Name eines Arabischen Stamms, mit Heracles nach Africa gezogen.“ Muelleri autem verba I. I. p. 948 hæc sunt:„Es kann nach dem ganzen Zu- sammenhang der Worte des Tacitus von keinem andern Zuge von Creta aus nach Libyen die Rede sein, als von dem bei Dio d. IV, 17 erzählten des Hercules. Der Phönicische Her- cules auf Creta gehört aber nach Paus. IX, 27. VIII, 31 mit zu den Idæischen Dactylen. Diod. erzählt nun, Hercules habe in Creta eine grosse Heeresmacht gesammelt, sei von da nach Libyen übergeschifft u. s. w. So musste Libyen wegen der den Griechen bekannten Herculessage das Mittelglied zwischen Creta und Palästina bilden.“— OQuæ igitur antea (sensu mythico) de Idaeis(quicunque fuerunt), dicta erant, ea Taciti narratione in Judaeos translata videntur; quod propter nominum similitidinem facillime ſieri poterat.
c) Saturnus vi Jovis pulsus cessit regnis.
Apparet, hec verba de commutato Deorum cultu esse accipienda. Saturnus, KGos, Baal, Belus erat supremus deus omnium gentium, quas dicunt Semiticas; etiam Judgorum Deus a Græcis Romanisque pro Saturno habebatur. Saturni autem cultus Minois tempore in- certamen venit cum cultu Jovis in insula Creta(cf. Hoerk, Cr. I, 171). Eo certamine victus est vi Jovis Saturnus Insulaque pulsus cum suis Idæis.— Apud multas antiquas gentes cum Semiticas tam alias fuisse famam de pulso quodam vel fugiente Saturno, docet Mo- versius(Phœn. II, 2, p. 60 sqq.). Ceterum etiam Min. Fel. de Saturno ex Creta profugo fecit mentionem Oct. 22, 8.
§. 10. VI. Judæi sunt oriundi a Solymis.
Hanc quoque narrationem de origine gentis Judaice, unum apud Tacitum legimus hist. V, 2. Inest in ea illorum opinio, qui Solymos, carminibus Homeri celebratam-


