Aufsatz 
Die altklassischen Studien, insbesondere die lateinischen Stilübungen in unsern Gymnasien
Entstehung
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und ſtatt der bloßen Fürwörter wiederholen wir entweder die Sache oder die Perſon, oder fügen dem Fürworte ein im Latein ganz überflüſſiges Subſtantivum hinzu(Beiſpiele). Ueber⸗ ſetze hier: Die Spanier(Hispanus) gebrauchten faſt alle ihre Kräfte, um ꝛc. Soll ungeheuer (immensae) hervorgehoben werden, ſo bilde man einen Relativſatz: opibus, quae sane immensae erant. politiſch iſt überflüſſig; es liegt ſchon, auch wegen des ganzen Zuſammenhangs, in opibus, dem man noch copiis beifügen kann. Meinungen riclotrinns, Bekenner assectatores(Subſtantive auf or oder Umſchreibungen?).

4. Durch die Reformation machte. Die Periode kann, obgleich ſie keinen Ge⸗ danken enthält, der nicht auch antik wäre, nicht wörtlich gegeben werden(bellum conflare, quattuor deinceps reges, externa bella, fundamenta labefacere, intimus(Herz). Zu ſtür⸗ miſch bemerkt Hand:d. i. unruhig, paſſiv gefaßt. Der Begriff wird aber durch Hervor⸗ hebung des Gedankens der Erſchütterung und Zerrüttung deutlich genug ausgedrückt. Schau⸗ platz iſt allerdings theatrum, das aber hier nicht paßt und leicht vermieden werden kann, wenn man ſich, wie auch Hand will, an den Hauptbegriff der Zerrüttung hält. Soll übrigens das Schauen zum Ausdrucke kommen, ſo hilft das einfache videre. Die Periode kann im Lateiniſchen auf verſchiedene Weiſe geſtaltet werden; es kommt bei der Ueberſetzung nur darauf an, daß die Hauptgedanken gehörig hervortreten, etwa: In Francogallia refor- matio conflavit bellum civile, quod tot et tanta secuta sunt bella externa, ut tota haec respublica, ipsis fundamentis labefactis, sub quattuor deinceps regibus ad quinquaginta annos gravissimis motibus misserrime vexaretur ac dilaceraretur. In dieſer Ueberſetzung iſt reformatio perſoniſicirt, nicht aber, wie im deutſchen Texte der Krieg; der Lehrer muß alſo die Frage behandeln, wie weit der Römer in der Perſonification gehe.(Verſchiedenheit der Zeiten und Schriftſteller). Tacitus ſchreibt: bellum gentes aperuit, Florus: bellum in Africam navigavit, fama dubitat, flamma promittit(verſpricht etwas) u. dgl. Nägelsbach, Stil.§. 141 143 behandelt die Sache zu kurz. Jedenfalls wird man in deutſchen Stücken wie das vorliegende, in der Perſonification kühner ſein dürfen, als Cicero, der übrigens auch, beſonders in ſeinen philoſophiſchen Schriften und Reden, weiter geht, als man glaubt.

5. Die Reformation machte Kräfte dazu gab. Die Periode beginnt mit machte, die vorhergehende ſchließt mit machte, und in der dritten ſteht auch einmal machte: Nachläſſigkeit des deutſchen Stils, die ſich auch darin zeigt, daß die Niederländer in der nächſten Zeile noch einmal genannt werden(bei dieſem Volke), und daß am Schluſſe ein nicht unweſentlicher Gedanke in der Form eines Nebenſatzes loſe angefügt wird, als wie eine aus dem Vorhergehenden ſich natürlich ergebende Sache.(Celeriter haec ad hostes deferuntur, ntrex magno Gallorum equitatus numero nonnullos Gallicis rebus favere natura coge- bat. Caes. B. G. VI, 7). Lateiniſch iſt, ſelbſt in der hiſtoriſchen Periode, dieſe im Deutſchen ſehr gewöhnliche Anfügung eines Hauptgedankens durch ſtrammere Periodiſirung zu vermeiden. Hier etwa: atque Batavi nova doctrina imbuti, quum imperium Hispanum diutius ferri non posse videretur, non solum sed etiam(et et, ut ita). Das Einzelne geſtaltet ſich verſchieden, je nachdem Batavi oder reformatio, wie Hand will(reformatio effecit), Subject wird. Verlangen und Muth animos excitare ad spem libertatis, jugi excutiendi, dejiciendi oder mit Tac. exuendi, nicht frangendi. Der Schüler muß frühe daran gewöhnt