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Mitteilungen über den technischen Unterricht.
a) Turnen. 1. Obligatorischer Unterricht.
VI. 2 St.(Schülerzahl 47, dispensiert 1.)
a) Freiübungen: Leichtere Freiübungen auf
und von der Stelle. Ordnungsübungen. Einfache Reigen.
b) Bewegungsspiele: Leichtere Lauf- und Gesellschaftsspiele:„Schlagball“,„Kreisball“, „Dritten abschlagen“,„Der schwarze Mann“, „Fuchs ins Loch“,„Jagd“,„Katze und Maus“, „Bockwerfen“,„Seilkampf“,„Zielreißsen“.
V. 2 St.(Schülerzahl 33, dispensiert 1.)
a) Freiübungen: Wie in VI. Es kamen hinzu: IIolzstabübungen; Reigen; Bewegungsspiele: Die für VI angeführten. Dazu:„Treibball“,„Steh- ball“,„Der Plumpsack geht herum“,„Hinkkampf“, „Kriegsspiel“.
b) Geräte- und Gerüstübungen: Klettertaue und Kletterstangen; wagrechte Leiter; Sprung- gestell.
IV. 2 St.(Schülerzahl 48, dispensiert 3.)
a) Freiübungen: Die Frei- und Ordnungsübungen wurden erweitert: Reigen; Bewegungsspiele: So wie für VI und V. Dazu:„Reiterball“,„Kreis- fuſsball“,„Barlaufen“,„Kettenreiſsen“,„Letztes Paar herbei“.
Geräteübungen: Wie in V. Dazu kamen: Reck; senkrechte und schräge Leiter; Sprung- gestell, sowie erweiterte Klettergerüstübungen.
III 2. C. A u. B. 2 St.(Schülerzahl 69, dispensiert 2.) a) Freiübungen: Wie in IV. Ordnungsübungen und Turnspiele wurden erweitert. Neu dazu: „Räuber und Gendarmen“,„Fuſsball“. b) Geräteübungen: Wie in IV. Es kamen dazu: Bock; Sturmbrett; Streckschaukel.
III 1. C. A u. B. 3 St.(1 komb., 2 getrennt.)(Schüler- zahl 70, dispensiert 10.) a) Freiübungen: Wie in III 2. Erweiterte Frei- übungen. Eisenstab- und Hantelübungen. b) Geräteübungen: Wie in den vorhergehenden Klassen. Neu dazu: Barren; Weitsprung; Tief- sprung.
II 2. C. A u. B. 2 St.(Schülerzahl 47, dispensiert 4.) a) Freiübungen: Schwierigere Freiübungen und reigenartige(taktogymnastische) Ordnungs- übungen. Eisenstab- und Hantelübungen erweitert. b) Geräteübungen: Immer stufenweise fort- schreitende, schwierigere Geräte- und Gerüst- übungen an allen genannten Turnapparaten. Neu
dazu: Pferd; Sprungkasten.
II1. C. A u. B. 3 St.(jeder C. getrennt).(Schüler- zahl 47, dispensiert 4.) a) Freiübungen: Wie II2. Erweitert. Turn- spiele:„Barlauf“. b) Geräteübungen: Wie II2. Erweitert. 12. C. A u. B. 2 St.(Schülerzahl 34, dispensiert 3.) a) Freiübungen: Zusammengesetzte Frei- und Ordnungsübungen. Erweiterte Hantel- und Eisen-
b
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stabübungen. Diskuswerfen; Steinstoſsen; Stemm- übungen. Turnspiele.
b) Geräteübungen: Zusammengesetzte schwie- rigere Geräte- und Gerüstübungen. Neu dazu: Stabhochspringen und Gerwerfen.
I1. C. A u. B. 2 St.(Schülerzahl 35, dispensiert 6.) a) Freiübungen: Dasselbe Pensum wie in 12. Dazu: Exercierübungen in Abteilungen, Zügen und Sektionen. Turnspiele. b) Geräteübungen: Dasselbe Pensum wie in 12. Dazu: Querbaumübungen.
2. Freiwillige Übungen:
a) Gymnasiasten-Turnverein: In wöchent- lich 2 Stunden wurden in dem 1880 gegründeten Gymnasiasten-Turnverein, dem 65 Schüler aus den Klassen Obertertia bis Prima angehörten, Geräte- und Gerüstübungen vorgenommen. Auch das Stoßsfechten wurde in zwei Abteilungen geübt.
b) Freie Turnspiele: Auch in dem verflossenen Jahre wurden an Mittwoch und Samstag Nach- mittagen im Frühjahr und Herbst freiwillige Turn- spiele geübt. Die Beteiligung war besonders aus den unteren Klassen eine lebhafte. Auſserdem haben im Sommer über 200 Schüler des Gym- nasiums in den bei Biebrich im Rhein errichteten Schwimmanstalten das Schwimmen erlernt und geübt. Nimmt man dazu, daſs zahlreiche größsere und kleinere Ausflüge unter Leitung der betreffen- den Lehrer von den verschiedenen Klassen unter- nommen wurden, so erhellt aus dem Vorstehen- den, daſs dem Bedürfnisse der Bewegung und Kräftigung des Körpers seitens der Schüler wie bisher in ausgiebigster Weise Genüge geleistet werden konnte. Güll, Turnlehrer.
b) Gesang.
VI. 2 St. Das Notwendigste aus der allgemeinen Musik- lehre; melodische, rhythmische und dynamische Ubungen; ein- und zweistimmige Volkslieder; ein- stimmige Choräle. Schmitt I.
V. 2 St. Gehör- und Treffübungen; ein- und zwei- stimmige Volkslieder; einstimmige Choräle.
Derselbe
Allgemeiner Chor-IV. Chöre verschiedener Art für gemischten Chor von verschiedenen Komponisten wurden geübt. Derselbe.
c) Fakultatives Zeichnen.
An dem für die Klassen I bis incl. III eingerichteten fakultativen Zeichenunterrichte nahmen im Sommer 24, im Winter 14 Schüler teil. Fortsetzung und Erweiterung der in Quarta begonnenen bungen; schwerere Schattierübungen; Ornamente; Landschaften in den verschiedensten Behandlungen, Köpfe und Figuren. Antike Gipsmodelle; Situations- zeichnen; topographisches Zeichnen; Linear- und Schattenperspektive. Kreutzer.


