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Vorführung der Klaviersonaten(durch den Lehrer bei öffentlichen Aufführungen und gelegentlich des Unterrichts), event. auch der(vierhändig arrangierten) Symphonien, die mündliche Dar- stellung ihres Lebens und Wirkens etwa in der Art, wie dies L. Meinardus in seinem Schriftchen„Mozart, ein sittlich erziehliches Vorbild deutscher Jugend und ihrer Pfleger“ gethan hat.
Mendelssohns und Schumanns gemischte Chöre empfehlen sich, sofern es sich um den rein musikalischen Zweck dreht, für die Schule sehr. Für den Männerchor genügen neben den oben angeführten in einem gewissen Verhältnis zur antiken Musik stehenden Werken, und neben B. Klein's(s. S. 21) geistl. Kompositionen Silchers deutsche Yolkslieder.
Hiermit braucht der Kreis der Schulgesangslitteratur nicht geschlossen zu sein, ja vielfach wird sich mit den angegebenen Kompositionen ein Programm, dem ein bestimmter Gedanke zu Grunde liegt, nur schwer zusammenstellen lassen. Für diese Fälle besitzen wir für die geistliche Musik in Grells und A. Beckers Kompositionen willkommenes Material für die Schule. Für die weltliche Musik können zuweilen neben anderem(z. B. Schumann„Sie sollen ihn nicht haben“ und K. Reinecke„Nun lasst die Glocken“) arrangierte Männerchöre vaterländischen Charakters verwandt werden.
Es bedarf wohl kaum der Erwäühnung, dass unsre Vorschläge nicht das gesamte Gebiet der zu singenden Kompositionen darstellen. Viele einzelne Chöre haben ihre„Heimatsberechtigung“ in der Schule längst nachgewiesen, viele neuere verdienten sie zu erhalten. Welche davon noch gesungen werden können, nachdem das Hauptpensum, die wesentlicheren typischen Formen erarbeitet zu haben, erledigt ist, hängt von den Verhältnissen ab. Nur eins noch mag zum Schlusse unsrer Darlegung erwähnt sein: verbannt muss werden von der Schule alle Mittelware, wie sie sich in patriotischen Festspielen, sog. Melodramen u. ä. darbietet, verbannt sei auch alles dasjenige, was nicht(besonders in Arrangements) den höchsten Anforderungen an den Satz genügt; denn auch für die jugendlichen Sänger ist das Beste gerade gut genug!


