Aufsatz 
Über den höchsten Zweck des grammatischen Unterrichts in der deutschen Sprache / vom Conrektor Schmidtborn
Entstehung
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laſſene Kind nicht ſo an i einer Vorſtellung 1 d es Ve.Ae und ihe Eeein ſch bei iu de dm andern ubeagaht diſ den ve gen, weil es flüchtig von einem Ding chich Benrke eshalb gar nicht zum Verlangen, dem kaum ober⸗ 11 uuce idenin iſenſöham 1 üen⸗ es durch denſelben von Anderem lohtlder und zu behalten, gelangt). Aufnerkeubt e 5 Mutter im erſten Lebensalter jede Gelegenheit, die feſtzuhalten, reehe abſicnch be dn e zelnen Ceeſinden linene Bat dhangene ſrrae Dentſopinn geiſtigen Wechſelverkehr zu treten, ganz zu herabzulaſſen, ſeinen Anſchauungskreis täglie 7 zumenveilein udd zu verdeutlichen; bemühen ſich eurfein u andere u d hende Perſonen, alle Verſuche des Sprechens, d. i. Anfangs ufnin 4 der nächſten Dinge und des Bezeichnens der leiblichen Be⸗ vuf ſe nach he fend, verbeſſernd, Norm gebend zu begünſtigen, alsdann üllen ſie ihre Pflicht, die ſchlummernde Geiſtes- und Sprachanlage zu wecken, zu bilden, zu üben und zu vervollkommnen**).

) Anmerk. Jean Paul, Levana 3r. Bd. pag. 694:»D aul,.. 694: urch Benennun wird das Aeußere wie eine Inſel erobert, uoſporher dazu gemacht, wie mag durch Namengeben Thiere bezeichnet. Ohne das Zeigewort den geiſti⸗ gen Zeigefinger ſtehet die weite Natur vor dem Kinde, wie eine Queckſilber⸗ faͤule ohne Barometer⸗Skala und keine Bewegung iſt zu bemerken.«

84) Anm erk. 1. Jean Paul, Levana III, 707: Aber mich duͤnkt, der Menſch wuͤrde(ſowie das ſprachloſe Thier in der aͤußeren Welt wie in einem dun⸗ kelen betaͤubenden Wellenmeere ſchwimmt) ebenfalls ſich in den vollgeſtirn⸗ ten Himmel der aͤußeren Anſchauungen dumpf verlieren, wenn er das ver⸗ worrene Leuchten nicht dnrch Sprache in Sternbilder abtheilte und ſich durch dieſe das Ganze in Theile fuͤr das Bewußtſein aufloͤſte. Nur die Sprache illuminirt die weite einfarbige Weltkarte.«

Anmerk. 2. Gruner, Verſuch einer wiſſenſchaftlichen Begruͤndung und Darſtellung der Erziehungslehre, Jena 1821, p. 204:»Die Natur beginnt die Sinnesuͤbung des Kindes mit deſſen Lebensbeginn vom Tageslichte; von gleichem Zeitpunkte muͤſſen wir alſo darauf bedacht ſein, dieſes ihr Werk zu unterſtuͤtzen. Durchaus nicht etwa erſt in der Schule. Da iſt gar nicht zu einer recht vollſtaͤndigen und allſeitigen Uebung des Sinnes der Ort, als welche nur in der ganzen Umgebung des Lebens und, was den wichtigſten unter allen Sinnen, den des Geſichtes, betrifft, nur im weiten Raume der

freien Natur ſtattfinden kann.

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