Aufsatz 
Geschichte der Anstalt
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werden und er müſſe unter den jetzt vorliegenden Umſtänden die in Ausſicht geſtellte Berückſichtigung der Anſtalt zurücknehmen. Fürſtliches Konſiſtorium empfahl dringend, anderweitige Beſchlüſſe in dieſem Sinne, die bereits geſchehene Präſentation zweier Kan⸗ didaten für die Direktorſtelle in erſter Linie war Profeſſor Speyer in Arolſen, in zweiter Rektor Pflücker in Nieder⸗Wildun⸗ gen vorgeſchlagen zurückzunehmen und auf das Recht der Präſentation für den vorliegenden Fall zu verzichten. Der Ge⸗ meinderat aber wies dieſes Anſinnen zurück und bedauerte die Verſagung der Berechtigung, erklärte ſich jedoch bereit, Lehrkräfte und Räume zu beſchaffen, ſobald die Umwandlung in eine Real⸗ ſchule II. O. möglich ſei. Gerade der Mangel an ausreichenden Räumlichkeiten hatte bisher zu vielerlei Unzuträglichkeiten geführt, die den Unterrichtsbetrieb ungünſtig beeinfluſſen mußten, während andrerſeits die geringe Zahl der Lehrkräfte unangemeſſene Kom⸗ binationen zur Folge hatte.

Anfang Dezember 1868 wurde der in zweiter Linie vorge⸗ ſchlagene Rektor Pflücker beſtätigt und am 11. Januar 1869 in ſein Amt eingeführt.

Die fünfklaſſige höhere Bürgerſchule.

Der neue Rektor nahm ſich energiſch der immer noch ihrer Löſung harrenden Umgeſtaltung der Anſtalt an. Bereits Ende Januar 1869 richtete er an den Gemeinderat die dringende Bitte, die Schule möglichſt raſch zu einer 5klaſſigen höheren Bürger⸗ ſchule nach preußiſchem Muſter zu erweitern. Er wies darauf hin, daß das Bedürfnis nach ausreichender Bildung und Erwer⸗ bung des Berechtigungsſcheines allerorten wüchſe und Befriedigung forderte, und man ja nicht warten ſolle, bis Abzugskanäle nach anderen Schulen, wie ſchon geſchehen, ſich gebildet und eingewöhnt hätten. Es dauerte jedoch noch einige Zeit, ehe der Gemeinderat entſcheidende Beſchlüſſe faßte. Erſt Anfang April war man end⸗ lich dazu bereit, einen vierten akademiſch gebildeten Lehrer anzu⸗ ſtellen und angemeſſen zu beſolden, vorausgeſetzt, daß die Schule