Aufsatz 
Beschreibung des Gymnasial-Erweiterungsbaues
Entstehung
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Das Schulgrundstück wird von drei Seiten und zwar östlich, nördlich und westlich von den öffentlichen Wegen: Fliescherberg, Abteistrasse und Spatzenberg und südlich von Privatgrundstücken begrenzt. Dasselbe be- sitzt von dem oberen, weniger steilen Teile des Fliescherberges aus den Hauptzugang, liegt 1,25 m höher als die Abteistrasse, fällt von dieser bis zur südlichen Grenze 12,5 m ab, und bietet nach Osten, Süden und Westen eine herrliche Aussicht auf einen grossen Teil der Stadt und deren Um- gebung. Da die am Fliescher- und Spatzenberg dem Schulgrundstücke gegenüber liegenden Grundstücke zum grössten Teil Gärten sind, welche, weil der Fliescher- sowie Spatzenberg Wege sind, die ihres starken Ge- fälles wegen nicht mit Fuhrwerken passiert und deshalb wohl auch niemals mit Wohngebäuden oder gar mit gewerblichen Etablissements bebaut werden können, und da nach Süden hin erst in grosser Entfernung von dem Schulgrundstücke eine Strasse projektiert ist, so ist eine freiere, schönere und ruhigere Lage einer Schule, als die des Gymnasiums ist, kaum möglich.

Das Schulgebäude besteht aus dem alten Progymnasium, dem Zwischen- und Aulabau und bildet mit dem an den süSdlichen Giebel angebauten Direktorwohngebäude einen Gebäudekomplex von 76,60 m Frontlänge. Dessen Ansicht vom Fliescherberge aus ist auf dem beigefügten Blatt 1 dargestellt und dessen Einrichtung bezüglich der Verteilung und Grösse der Räume ist aus den auf Blatt 2 befindlichen Grundrissen ersichtlich.

Der Erweiterungsbau der Schule besteht aus: dem Zwischen- und Aulabau, dem Direktorwohngebäude, der Turnhalle und dem Abortsgebäude. Sämtliche Gebäude sind in den einfachen gotischen Formen des alten Progymnasiums erbaut. Die Fassaden sind in hiesigen Ringofen-Form- steinen in Rohbau ausgeführt. Der Sockel des Schul- und Direktorwohn- gebäudes, alle äusseren Treppen und die Abdeckungen der Futter- und Einfriedigungsmauern sind aus Basaltlava, die Gurt- und Hauptgesimse, die Fensterbänke und die Fenstergewände im Untergeschoss des Direktor- wohngebäudes, die Abdeckungen der Giebelmauern des Aulabaues, der Turnhalle und des Abortsgebäudes, sowie die Pfeilerköpfe der Einfriedigungs- mauer am Fliescherberg sind aus Udelfanger Sandstein und die Haupttreppe im Aulabau aus Stenzelberger Trachyt hergestellt. Das Dach des Zwischen- und Aulabaues und des Direktorwohngebäudes ist mit Moselschiefer, das der Turnhalle und des Abortsgebäudes mit Holzcement eingedeckt. Die Korri- dore im Zwischen- und Aulabau und im ersten Obergeschoss des Direktor- gebäudes sind gewölbt, sämtliche Balkenlagen der ebengenannten Gebäude mit halbem Windelboden versehen und von unten spaltiert und glatt geputzt mit Ausnahme der Decke in der Aula, welche mit Holztäfelung versehen ist.

Die Fussböden im Vestibül, in den Korridoren und auf den Podesten der Haupttreppe sind mit Terrazzo, in den Klassenzimmern und der Aula mit buchenen Riemen, in den Wohnräumen mit genuteten und gefederten