6 Tannenbrettern, in der Turnhalle mit Brettern von Pitch-pine-Holz und in dem Abortsgebäude mit Asphalt belegt.
Die Wände des Vestibüls, der Korridore und der Klassenzimmer sind 1,25 m hoch mit Cementputz, die der Aula 1,50 m und die der Turnhalle 1,80 m hoch mit Holzbekleidung versehen, die übrigen Teile der Wände vorgenannter Räume sowie alle Wände der Wohn- und sonstigen Räume sind mit Kalkputz versehen. Sämtliche Wände und Decken, mit. Ausnahme der ersteren in den Wohnräumen, sind mit Leimfarbe gestrichen. Die Wände der Aula sind mit einem einfachen gotischen Muster bemalt und die Holzdecke daselbst in verschiedenen Farbentönen lasiert und lackiert. Die Wände der Wohnräume sind mit Tapeten beklebt. Sämtliche äussere Thüren sind von Eichenholz und alle inneren von Tannenholz hergestellt.
Die Fenster in den Klassen- und Wohnzimmern sind von Eichenholz und die im Treppenhause des Aulabaues, in der Turnhalle und im Aborts- gebäude von Schmiedeeisen ausgeführt und sind mit Ausnahme der Fenster in der Aula, im Vestibüle und im Treppenhause mit gewöhnlichem Tafel- glase, dagegen die der letztgenannten Räume mit Buntverglasung in Blei- fassung versehen.
Die Beheizung der im Erweiterungsbau befindlichen Klassenzimmer und der Aula geschieht mittels Schachtöfen in flachen Blechmänteln von KäUFEER& CIE. in Mainz.
Frische Luft wird in jedem Zimmer entweder von dem Korridor oder direkt von dem Freien her etwa lm über dem Fussboden direkt dem Ofen, da wo er am heissesten ist, zugeführt; auf diese Weise wird ver- mieden, dass kalte Luft unter dem Ofen her in die Zimmer ausströmen und deren Fussböden abkühlen kann. Die Zuströmung der frischen Luft kann von jedem Klassenzimmer aus direkt reguliert bezw. abgestellt werden. Damit die Luft in dem Klassenzimmer nicht zu trocken wird, ist jeder Ofen mit einem Wassergefäss versehen. Die verdorbene Luft wird durch Entlüftungskanäle, welche etwa 40 cm über dem Fussboden mit ange- messen grossen ffnungen, die mit leicht zu handhabenden jalousieartigen Klappen versehen sind, aus dem Zimmer zunächst nach dem Dachspeicher und von hier ins Freie abgeführt. Das Heizen der Öfen erfolgt von dem Korridor aus, so dass der hiermit verbundene Staub und Schmutz aus den Klassenzimmern ferngehalten wird; damit der Heizer jederzeit sich davon überzeugen kann, wie die Temperatur in den Zimmern ist, ohne diese be- treten zu müssen, so ist in der Korridorwand eines jeden Zimmers eine kleine Öffnung angelegt, welche an der Korridorseite mit einer Glasscheibe verschlossen ist und vor deren inneren Seite ein für diesen Zweck be- sonders hergestelltes Thermometer aufgehängt ist, welches ermöglicht, dass man die im Zimmer vorhandene Temperatur sowohl vom Korridor, wie auch vom Zimmer aus ablesen kann. Für das Beheizen der Dienst- wohnungen sind gewöhnliche Öfen aufgestellt worden.


