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selten selbst in der Volksversammlung auftrat. Aber das Ziel der Hetärieen jener Zeit war das Wohl und das Gedeihen des Vaterlandes; in ihm wurzelten sie. Sie bekämpften sich nur desshalb, weil sie in der Wahl der Mittel zur Grösse des Vaterlandes nicht überein- stimmten. Ganz anders jetzt. Unter dem zerrüttenden Regimente des Kleon hat man es verlernt, das Staatswohl als oberste Rücksicht anzusehen. Die Befriedigung selbstsüchtiger Absichten, die Selbstsucht, ist an jenes Stelle getreten. Sie verbindet sich bei den Oli- garchen mit einem unauslöschlichen Hasse gegen die Demokratie; Sturz derselben um jeden Preis ist ihr Endziel. Allein zur Durchführung solcher Pläne pedürfen sie eine eng ge- schlossene Genossenschaft gleich gesinnter Männer, die verborgen ihr Wesen treiben und mit ängstlicher Spannung jede passende Gelegenheit abwarten, um der Demokratie einen Stoss zu versetzen. Jedenfalls haben diejenigen Hetärieen, die wir seit der sicilischen Ex- pedition bis zum Schlusse des peloponnesischen Krieges finden, einen staatsfeindlichen Cha- rakter. In dieser Zeit nehmen die politischen Parteiungen den Charakter an, den uns Thu- kydides so ergreifend schildert. 12) Das Band solcher Hetärieen wurde sogar höher gestellt als verwandtschaftliche Beziehungen. ¹²) So berichtet uns der pekannte Oligarch Andokides in seiner Rede über die Mysterien, es habe im Hermocopidenprocess der dringenden Aufforde- derung seines Vetters Charmides hedurft, damit er durch Aufopferung seiner schuldigen 671ν, denen er ohne Berücksichtigung der Blutsverwandschaft sich angeschlossen, seine unschuldigen Verwandten rettete. 12) Als Grund dieser engen Verbindung führt Thukydides an, dass die Genossen(εrαοο) immer bereit gewesen seien, Alles zu unternehmen und dass sie aus Eigennutz sich vereinigt hätten, nicht um den bestehenden Gesetzen gemäss(oder nach Krüger's Erklärung: in Uebereinstimmung mit dem Vortheil der Gesetze), sondern im Widerspruch mit ihnen Vortheile zu erlangen. ¹2) Solche geheime Gesellschaften sind natürlich erst sicher zu erkennen, wenn sie einen bestimmenden Einfluss auf die Staatsan- gelegenheiten ausüben und auch noch in diesem Falle kann man ihre Wirksamkeit und wechselnde Stellung nicht sicher verfolgen. Dass ein solches Parteitreiben die Bürgerschaft vollends innerlich zersetzen musste und nur mit dem Ruin des Staates enden konnte, ist klar. In der That ist denn auch Athen in dem peloponnesischen Kriege durch innere Par- teiungen und das Schwinden jeder wahren Vaterlandsliebe und Bürgertugend unterlegen. So lagen die Parteiverhältnisse in Athen, dies war die Stimmung der Bürgerschaft, als kurz vor der Abfahrt der Flotte nach Sicilien der Frevel an den Hermen verübt wurde. ¹) Man sah diese That nicht als einen tollen Streich einer lustigen Zechgenossenschaft an, sondern witterte hinter ihr eine eng geschlossene, staatsfeindliche Verbindung, die es auf nichts Geringeres als auf den Umsturz der Demokratie abgesehen. ¹³) Daher ergriff man ausserordentliche Massregeln und ernannte eine Untersuchungscommission(Euryrα) für die-
12) Thuc. 3, 82— 84; Thuc. 3, 82, 5: zal 1εννν½ ꝙναχ‿ τ dνꝓperss To dr⁴υςριον αm οτm⁹σι⁴τεν sperero dνα r εrοντeoν derogadidros zo*⁴⁵αν ou„dg dderd reντνντυαιεέννναν νιων υοσεσds di Tοανa VL„⁴σ,* aod zoug 2uαεd ας ταεoνesiς.— Andoc. de myst.§. 48— 53, p. 7 u. 8. R.
43) Thuc. 6, 27, 1.
14) Thuc. 6, 28, 2: 406zε‿ieæ eνυνέιαεαοαςα dναα νετεοσνπρασαρκανωνιταď Ʒμωνdradeνς„ενꝓνεέωνα


