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— 5) Kurze Vergleichung der einen Gegensatz bildenden Charaktere in Göthes„Götz von Berlichingen“(Classen- arbeit).— W: 1) Leonidas und Zriny, eine Parallele.— 2) Mit welchem Recht nennt Goethe Schillers Gedicht „Der Handschuh’ ein Nach- und Gegenstück zum„Taucher“?— 3) Chrie über den Ausspruch des Tacitus: Mihi, quanto plura recentium seu veterum revolvo, tanto magis ludibria rerum mortalium cunctis in negotiis obversantur (Ann. III, 18).— 4) Schenkendorf als Vaterlandsdichter.— 5) In wie weit ist die Behauptung des Longinus be- rechtigt: α⁄αέε Aοι ³οοαπ... T008 uεy dt rdν Mα&ν Aννεεμ̈ φσνοο... J*ods rerouνηεν νυαι, ουνε̈ deos de dy*³⁴αeπουε (Classenarbeit.)— 6) Disposition und Würdigung von Hor. Od. III. 2.
Lateinischer Aufsatz: S: 1) a. Urbem Romam Romulus condidit, Camillus restituit, servavit Cicero. — b. Argumentum orationis, quam Cicero pro Archia poëta habuit.— 2) Quibus maxime virtutibus floruerit po- pulus Romanus.— 4) Brevis narratio eorum, quae Livius libro VI. a XIV. usque ad XXI. caput tradidit.— W: 1) Unde factum sit, ut Hannibal totiens victor Romanos tamen non devicerit.— 2) Quibus artibus Philippus Graccos vicerit.— 3) Alcibiadem tum utilissimum fuisse reipublicae Atheniensium tum perniciosissimum exponitur.— 4) De pugna Marathonia(Classenarbeit).
D. Verfügungen des Königlichen Provinzial-Schulcollegiums.-
Cassel, den 12. April 1871. Der Vormittagsunterricht hat präcis 8 Uhr zu beginnen.
Cassel, den 12. April 1871. Der katholische Religionslehrer darf Erlasse oder Bekannt- machungen seiner kirchlichen Oberbehörde in den Schulklassen nur nach vorgängiger Genehmi- gung des Vorstehers der Anstalt mittheilen.
Cassel, den 13. April 1871. Genehmigung der Einrichtung eines Silentiums.
Cassel, den 14. April 1871. Genehmigung der Errichtung einer Herbst-Sexta.
Cassel, den 26. April 1871. Die Theilnahme aller befähigten Schler am Gesangunterricht erscheint wünschenswerth. Eine Vermehrung der Gesangstunden kann aber erst dann eintreten, wenn die etatsmäszigen Mittel der Anstalt eine Erhöhung der Remuneration für den Gesanglehrer gestatten.
Cassel, den 25. Mai 1871. Empfehlung der Möhl'schen Wandkarte von Deutschland.
Cassel, den 27. Mai 1871. Die Einführung von Hollenbergs Hülfsbuche für den evangeli- schen Religionsunterricht und von dem Deutschen evangelischen Kirchen-Gesangbuche wird ge- nehmigt.
Cassel, den 2. October 1871. Empfehlung der bei Nieter in Berlin erschienenen naturwis- senschaftlichen Abbildungen.
Cassel, den 17. Januar 1872. Zum Zweck der Herbeiführung eines übereinstimmenden Ver- fahrens der höheren Lehranstalten der Provinz rücksichtlich der Handhabung der deutschen Ortho- graphie werden die von dem Vereine der Berliner Gymnasial- und Realschullehrer herausgege- benen Schriftchen„Regeln und Wörterverzeichnisz für die deutsche Orthographie zum Schulge- brauch. Berlin 1871“ und„Erörterungen über deutsche Orthographie, Berlin 1871“ empfohlen.*)
*) Das hiesige Gymnasium hält sich in der deutschen Orthographie genau an die Orthographie der in sämmt- lichen Klassen eingeführten und im Gebrauch befindlichen Lesebücher von Hopf und Paulsiek.


