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Resultat ich hier von 530 cm' auf 600 cm* umgerechnet habe) oder auch mit A= 144 wie ich am 13. August fand(die Differenz dürfte auf den Unterschied der Versuchstermine zurück- zuführen sein) hinter der Aktivität der Quellen I. VI und der Quelle IV am 17. September zurück. Die Erklärung für die hohe Aktivität der Quelle Kurtz und einiger Sülsquellen, gegenüber der durchschnittlich geringeren der untersuchten Eisensäuerlinge und der städtischen Thermen ergibt sich aus den vorangegangenen Untersuchungen ohne weiteres, wie ich das zum Teil schon in der kurzen der„Physik. Zeitschrift“ zugesandten Notiz ausgeführt habe.
Die untersuchten Eisensäuerlinge und die städtischen Thermen zeigen eine lebhafte Gas- entwickelung. Die Gase wirken auf das Wasser, das sie durchströmen. genau ebenso wie die Luftplasen oder Dampfblasen der Luft- oder Dampfmethode auf das Wasser der Sülsquellen durch das sie geprelst werden oder in dem sie aufsteigen d. h. sie entreiflsen ihm ganz oder teilweise die Emanation, schwächen seine Aktivität. Darum zeigt das Wasser des Koch-
brunnens, dessen Gasentwickelung eine sehr starke ist, eine schwache Aktivität— nach Henrich A= 35,7, ich selbst fand A, nicht Ak= 24,6. Analoges gilt von den 4 Seite
XIV und XV erwähnten Eisensäuerlingen. Und darum ist die Aktivität der Quelle Kurtz, pei der eine Gasentwickelung direkt nicht wahrzunehmen ist, eine sehr hohe: Ax= 309,9. Das Ent-
sprechende ist von den Süſsquellen I, II, IV. V, VI. VII der Tabelle S. XI und XII zu sagen.
Wenn gleichwohl die lebhaft Gas entwickelnden Säuerlinge und Thermen nicht völlig entaktiviert sind, wenn sich unter ihnen sogar solche von beträchtlicher Aktivität befinden, so kann das einmal an dem Verhältnis zwischen der Gasmenge und Wassermenge, dann aber auch daran liegen, dals dieselben auſser Emanation auch aktive Elemente— Thor? Radium?— in irgend welcher Verbindung enthalten. Damit stimmen überein:
1. Die von mir nachgewiesene starke Aktivität der Gase der Eisensäuerlinge X und V. 2. Die von Prof. Henrich) festgestellte hochgradige Aktivität der Gase der stüdtischen Thermen.
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3. Die von ihm mitgeteilten Beobachtungen, daſs alter Sinter noch merkliche Aktivität zeigt und dals aus den Thermen gewonnene Salze ihre Aktivität in einem Zeitraume von drei Wochen nicht ändern.
4. Die von mir nachgewiesene Anwesenheit eines aktiven Elementes in dem aus der Quelle Kurtz gewonnenen Salze.
Woher stammt diese bis vor kurzem unbekannte Kraft der Quellen? Die naheliegende Annahme ist: Die Gesteine und Bodenarten, welche das Wasser durchflieſst oder durchsickert, geben an es Emanation oder auch aktive Elemente enthaltende Verbindungen ab. Diese An- nahme muls erfahrungsmälsig geprüft werden.
Beispielsweise entstammen die Sülsquellen I. VIund VII der Tabelle S. XI und XII unzweifel- haft dem Quarzit. Proben dieses Gesteines erhielt ich zu Anfang Januar aus dem Schläfers- kopfstollen. 81,9 g des getrockneten und gepulverten Minerals gaben in der ersten Versuchs- stunde einen Potentialabfall von 1,6 Volt, während der Abfall in der zweiten Stunde von dem der Luft nicht mehr zu unterscheiden war. Nach dieser einen Probe ist eher zu erwarten, dals die Aktivität des Quarzits vom Wasser herrührt, als daſs das umgekehrte der Fall ist. Freilich dieser eine Versuch ist durchaus nicht beweiskräftig. Viele Prüfungen an der Erde in den verschiedensten Tiefenlagen frisch entnommenen Gesteinsproben müssen das eine Resultat widerlegen oder bekräftigen.
Leichter dürfte sich die Arbeit für die Mineral- und Thermalquellen gestalten, da hier die Salze und der Sinter einen relativ bequemen Stützpunkt bieten.
Hier möchte ich noch auf einen Punkt hinweisen, der mir der Beachtung wert erscheint. Keine der mitgeteilten Abfallsreihen deckt sich genau mit der Abklingungsreihe der Radium-
1) S. o. Seite 190. 3*


