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2. Zwei Eisensäuerlinge des westlichen Taunus.
Aus hier nicht wiederzugebenden Gründen führe ich sie einstweilen ohne Namen als Quellen X und V auf, unterlasse auch die Angabe aller nicht auf ihre Aktivität bezüglichen Daten. Die nach der Luftmethode durchgeführten Versuche ergaben:
Datum der Abfüllung
24. August 1904 Versuchszeit Versuchstemperatur A Quelle X.. 6— vorm. 4 10 nachm. 18⁰ 17,2 Quelle T..„„ 6 30 nachm. 18⁰ 43,5 Beide Quellen zeigen Gasentwicklung, eine sehr kräftige die Quelle Y; das Gas ist vor-— zugsweise C05. Von peiden Gasen standen mir kleinere Quanta— 5— 6 Liter— zur Ver-
fügung. Von jedem der beiden Gase wurden 600 cm’ mittels eines provisorisch aus Flaschen und Röhren hergestellten Gasometers in die Wulfsche Flasche gefüllt und dann genau wie das Wasser der Quellen auf Aktivität geprüft. Das Gas wurde also in dem Zustande unter- sucht, in welchem es der Quelle entwich, nur wurde es in den Trockenröhren vom Wasser- dampf befreit. Die Ergebnisse waren:
Datum der Gasentnahme
5. September 1904 Versuchszeit Versuchstemperatur Barometerstand A Quelle X. 6 ⁄ vorm. 3 nachm. 20⁰ 752,6 62,.7 Quelle V.. 7h 40 nachm. 18⁰„ 92,5 Da die Luftaktivität bei dem ersten Versuche= 3,9 war, so ist die des Gases 62,7: 3,9 mal.
d. h. rund 16 mal grölſser. Diese Aktivität teilten 600 cmé dem rund 18 fachen Volumen der Luft im geschlossenen Kreise mit. Auf gleiche Volumina bezogen ist also die Aktivitüt der Gase der Quelle X die 16= 18 fache, d. i. die 288 fache derjenigen der Luft. Ein analoges Resultat ergibt Quelle V.
Unter diesen Umständen muſs der Charakter der Aktivität sowohl aus dem Abklingen der Aktivität des Gases als auch aus demjenigen eines mittels des Gases aktivierten Bleidrahtes unschwer festgestellt werden können. Endlich dürfte auch der in den Abfluſsröhren unzweifel- haft stark angehäufte Sinter ein bequemes Versuchsobjekt abgeben. Leider muſste ich auf alle diese Uutersuchungen verzichten.. 3
3. Sauerbrunnen bei Sauerthal.
Die Untersuchung beschränkte sich auf die Ermittelung der Gröſse A. Datum der Abfüllung
14. September 11 ¼ vorm. 4 40 nachm. 20,5 31, 7.
Versuchszeit VSrsuchstemperatur A
D. Die Thermalquelle„Kurtz'“.
Während der in der Einleitung erwähnten raschen Durchmusterung der hiesigen Thermen .... 8 4. S SS.
nach Seiten ihrer Aktivität wurde ich von Herrn Dr. Niederhäuser auf die Privat- quelle des Herrn Dr. Kurtz, Langgasse, aufmerksam gemacht. Als ich an ihr am 9. August 1904 in der ersten halben Versuchsstunde einen Potentialabfall von 123 Volt und am 11. August während desselben Zeitraums einen solchen von 136 Volt beobachtet hatte, entschlols ich mich zu einer genaueren Prüfung dieser Therme. Ihr Besitzer. Herr Dr. Kurtz, der damals auf lüngere Zeit verreist war, stellte mir nach seiner Rückkehr die Quelle bereitwilligst zur Verfügung. Für dieses freundliche Entgegenkommen sage ich ihm hier verbindlichen Dank.


