Aufsatz 
Über die Radioaktivität einiger Süßwasser-, Mineral- und Thermal-Quellen des Taunus
Entstehung
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XIV

Das ist auch bei X. IX, VIII und wahrscheinlich auch bei III zu beachten. Merkwürdig ist die Aktivität der Quelle V. des Marienbrunnens. Ihre Abfallszahl weicht erheblich von 2 ab und 33 Tage nach der Entnahme zeigte das in einer verkorkten Flasche aufbewahrte Wasser Terselhon noch die Aktivität A= 3.7. Der Marienbrunnen klingt also langsamer ab, als die demselben Gebirgszuge angehörenden Quellen Habelsquelle und Wahlsborn, seine Aktivität kann darum nicht als Radiumaktivität angesprochen werden.

Mineralquellen.

Die Untersuchung beschränkte sich auf den unter dem NamenDinkholder- bekannten Eisensäuerling oberhalb der Stadt Braubach, auf zwei Eisensäuerlinge des westlichen Taunus und auf den Vauor brunnen beim Dorfe Zauerthal.

1. Der Dinkholder.

Der in einem engen rechten Seitentale des Rheins oberhalb Braubach gelegene Eisen- Säuerling ist durch relativ hohen Gehalt an Nas CO, Fe CO, und freier C0, ausgezeichnet.

Am 28. Dezember 1904 vormittags 30 wurden dem Brunnen mehrere Flaschen Wasser entnommen; die Untersuchung begann an demselben Tage und wurde genau nach der seit- herigen Methode durchgeführt. Von 4 30 nachmittags an fand sich A= 61,7. Die Konstan⸗ des A pfalls trat 50 Miuuten nach Beginn des Experimentes ein und lieferte Ar= 80,8. Das Versuchswasser wurde in verkorkter Flasche aufbewahrt und am 30. Dezember abermals geprüft. Es erwies sich bis auf einer kleinen unweit der Genauigkeitsgrenze liegenden Rest 1 Volt Abfall pro 1 1 als entaktiviert.

Um den Charakter der Aktivität festzustellen wurde am 29. Dezember die Aktivierung eines Bleidrahtes nach dem Seite VIII beschriebenen Verfahren versucht. Der in 8 Minuten von dem aktivierten Drahte bewirkte Potentialabfall war aber von der entsprechenden Luft- aktivität nur um 0,65 Volt verschieden, so dals der Versuch als aussichtslos abgebrochen werden muſste.

. 61,7 Darum wurde zunächst die Gröſse 7 bpestimmt. Es ergab sich 4= 15 1,98 und 01, 80, 8.. 1. 5= ſ. 1,95. Sodann wurde das Abklingen des Wassers an den noch übrigen verkorkten ,5

Flaschen nach 7. 12 und 16 Tagen untersucht und mit den erhaltenen Resultaten für Ax die Ab- klingungskurve hergestellt, wie sie in Kurve II S. X zur Anschauung gebracht ist. Sie zeigt mit grolser Annäherung das Abklingungsgesetz der Radiumemanation. Hiernach darf die Aktivität des Dinkholders als Radiumaktivität angesprochen werden. Die Quelle zeigt eine ziemlich lebhafte Gasentwicklung von freier C0. Leider war ich bei der Wasserentnahme nicht auf das Auffangen der Gase eingerichtet und konnte darum in der kurzen mir zur Verfügung stehenden Prist das zur Prüfung nötige Quantum nicht gewinnen. Die Lücke ist noch auszufüllen.

Auch die Ausbeute an Sinter war eine mälsige, gestattete jedoch die Untersuchung auf den Grad, wenn auch nicht auf den Charakter der Aktivität. 119 g des getrockneten und gepulverten Sinters erzeugten am 10. Januar 1905 nach Abzug der Luftaktivität in der Stunde den Potentialabfall 10 Volt. Das ist relativ wenig und die Aussicht mittels eines gröſseren Quantums einen Bleidraht aktivieren und dann den Charakter der Aktivität des Sinters feststellen zu können, nur gering. doch soll das noch versucht werden.