Aufsatz 
Über den Einfluss der Temperatur auf die galvanischen Elemente / von August Schmidt
Entstehung
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Tabelle und Figur lehren:

Der Widerstand der Thonzelle sinkt mit wachsender Temperatur unter abnehmendem Temperaturkoeffizienten bis 44°, wo er ein Minimum erreicht, und steigt dann unter wachsendem Temperaturkoeffizienten bis 83° auf fast das Anderthalbfache des Anfangswertes. Die Tempe- raturkoeffizienten sind

16,6 33,8 44,1 50,2 56 65,5 82,9 Ohm Cels-

Ein Blick auf die Kolonne unter y, in welcher die Widerstände der von der Zelle ver- drängten Flüssigkeitsschicht stehen, und auf den Streckenzug Ia zeigt, dafs diese Widerstands- änderungen nicht von denjenigen der Flüssigkeit bedingt sind, mit welcher die Zelle getränkt ist. Denn der Widerstand der Flüssigkeit nimmt bis 66° stetig ab und scheint dann, aber auch nur sehr langsam, bis 83°etwas zu wachsen. Auch der Einfluſs der geringen nach der oben beschriebenen Behandlung der Thonzelle in ihr etwa noch vorhandenen Luftmenge kommt nicht in Betracht. Nun findet zwar die bis zu 44° reichende starke Abnahme des Widerstandes in der Abnahme des Widerstandes der von der Zelle aufgenommenen Flüssigkeit und in der Er- weiterung der Kapillarröhren also des Querschnitts der Flüssigkeit durch die Wärme eine befriedigende Erklärung. Allein diese beiden Faktoren pleiben durch das ganze Temperatur- intervall hindurch in demselben Sinne wirksam, müssen also, damit der Widerstand ein Minimum erreichen und dann die entgegengesetzte Veränderung erhalten kann, von gegenwirkenden Faktoren erst kompensiert und dann übertroffen werden.

0,026 0,0013+ 0,003+ 0,023+ 0,033+ 0,042

Die Gegenwirkung kann von der Veränderung herrühren, welche die zur Anwendung kommende Flüssigkeit an der Oberfläche und vielleicht auch im Inneren des Diaphragmas erfährt. Die Kupfersulfatlösung ist nämlich infolge der Versuchsanordnung bei allen vorkommenden Temperaturen gesättigt. Während das Diaphragma in den Stromkreis eingeschaltet ist, ragt sein Rand über den Spiegel der Flüssigkeit hinaus, steht mit der Luft in Berührung und kühlt sich, da ohne Thermostat gearbeitet wird, ab. Die Abkühlung macht sich auch noch bis zu einer kleinen Strecke unterhalb des Niveaus bemerkbar, hat ein Auskristallisieren des Kupfer- sulfats und eine teilweise Verstopfung der Kapillarröhren, also eine Verminderung des Quer- schnitts und damit eine Vermehrung des Widerstandes zur Folge. Diese Veränderungen wachsen mit zunehmender Temperatur, kompensieren zwischen 40 und 50°die den Widerstand vermin- dernden Einflüsse und verwandeln von da seine Anderung in die entgegengesetzte. Auch ist eine absolute Sicherheit dafür, dals die Thonzelle, die ein schlechter Wärmeleiter ist, bei dem Experimente auch in ihrem Inneren die Temperatur der Flüssigkeit pesitzt, nicht vorhanden. Eine geringere innere Temperatur mülste ebenfalls in dem beschriebenen Sinne wirken.

Zur Prüfung des Wertes dieser Erklärung wurde eine zweite Versuchsreihe unter- nommen.

8) Zweite Versuchsreihe. Die bei der vorigen Reihe angewandte, bei allen Temperaturen gesättigte Salzlösung wurde durch Kupfersulfatlösung ersetzt, deren spez. Gewicht bei 130 1,173 war; auch wurden der Flüssigkeit keine Kristalle zugesetzt. Im übrigen unterschied sich die Versuchsanordnung nicht von der vorigen. Die Resultate waren:

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