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unbekannte aber mit der Wirkung gemessene Ursache gesetzt wird—„elektromotorische Kraft“ bekannten Spannkraft zur Folge haben werde, schien mir groſs genug, um daraufhin eine Unter- suchung in der angegebenen Richtung in Angriff nehmen zu können. Eine vorläufige Durchsicht der einschlagenden Litteratur nach den mir zunächst zur Verfügung stehenden Lehrbüchern der Physik von Mousson und Wüllner brachte mich zur Ansicht, dals in dieser Frage noch fast gar nichts gethan sei. Ohne jeden Anhalt für die Grölse der etwa eintretenden Veränderungen begann ich die experimentelle Untersuchung mit den mir zu Gebote stehenden Hülfsmitteln. Das wichtigste derselben war eine Tangentenbussole. Ihre Nadel schwebte über einem Glas- spiegel und strich mit ihren Aluminiumspitzen längs der in Metall eingetragenen Kreisteilung her, deren Teilstriche stark waren, ziemlich dicht beisammen standen, und so kaum noch Fünftel- grade zu schätzen gestatteten. Eine vor den Bodenerschütterungen des Zimmers geschützte Aufstellung war nicht möglich; eine geringe Bewegung des Beobachters veranlasste Zittern und Schwanken der Nadel; die Ablesungen erforderten auſserordentlich viel Zeit und Geduld und boten doch keine Gewähr für Genauigkeit. Dagegen konnten sicher bestimmte Widerstände mittelst eines nach Ohm geaichten, von Hartmann& Braun in Bockenheim bezogenen Stöpsel- rheostaten eingeschaltet werden. Zahlreiche Versuche, die ich später einmal streifen werde, er- gaben sehr unbefriedigende, zum Teil widerspruchsvolle Resultate.
Mittlerweile— Herbst 87— war die Apparatensammlung unserer Anstalt um eine Kohlrausch'sche Tangentenbussole für absolute Messungen aus der Werkstatt von Hart- mann& Braun bereichert worden. Auch waren in die Grundmauern des physikalischen Lehr- saales massive Sandsteinplatten eingelassen worden, welche eine vor den Bodenerschütterungen geschützte Aufstellung der Melsinstrumente erlaubten. Ich nahm daher die Arbeit nochmals auf. Im Verlaufe derselben wurde ich mit der einschlagenden Litteratur bekannt. Hierbei ergab sich, dals einige der in der Praxis hauptsächlich angewandten Ketten in Bezug auf ihre Ab- hängigkeit von der Temperatur nur von Preece(vergl. Seite 4) geprüft worden sind, und dals Untersuchungen über den Einfluls von Temperaturschwankungen auf den inneren Widerstand und die Stromstärke des Elementes[Zn Hg, H SO, Cu SO., Cu] und auf das Bunsen'sche Element gänzlich zu fehlen scheinen. So entschlols ich mich, die Arbeit picht fallen zu lassen, wenn ich auch kaum noch hoffen konnte, mit den vorhandenen Meſsmitteln Resultate über die elektro- motorische Kraft zu gewinnen, die sich in quantitativer Hinsicht denjenigen der vorerwähnten Experimentatoren an die Seite stellen könnten.
II. Einflufs von Temperaturschwankungen auf die Ketten [Zn Hg, Zn SO, CuSO, Cu],[2zn Hg, H SO. CuSsO, Cu] und(Zn Hg, H. SO., NHOE, CI.
a) Die Meſsinstrumente. Der Kupferring der erwähnten Tangentenbussole hat einen rechteckigen Querschnitt von 4= 7,5 qmm und einen mittleren Durchmesser von 40 cm. Die auf einem Stifte über einer Teilung in Spiegelglas schwingende Magnetnadel ist 1,75 cm lang; ein zu ihrer Axe senkrechter, in feine Spitzen ausgehender Aluminiumstreifen giebt die Ablenkung an; es können noch Zehntel- grade geschätzt werden. Der Reduktionsfaktor wird pekanntlich nach der Formel
A= 10 Meele Am — T1


