Aufsatz 
Über den Einfluss der Temperatur auf die galvanischen Elemente / von August Schmidt
Entstehung
Einzelbild herunterladen

13 Diejenigen Elektrolyte, welche unter einander dem Spannungsgesetze folgen, gehorchen ihm auch in thermoelektrischer Hinsicht und umgekehrt. Von seinen Zahlenresultaten seien angeführt: Setzt man die EK eines Daniell] [(2n Hg, H SO4, Cu S0¼, Cu]= 1000, so ist für die Temperaturdifferenz von 100⁰:

II. 804 Cu S04 CuSO, 2n 80, Cu SO, 2n 80,

4 u. 8. W.

spez. Gew. 1,05 1,10 291 ,1210 5* 1,20% 16 1,10% 1,09% Demnach ist der Temperaturkoeffizient für 1 112 803 Cu 80] 1 0.267. 1,168= 0,000312 4 olt spez. Gew. 1,05% 1, 10% 1000 Celsius Cu S0. 2n S03 0,017. 1, 168 Volt 9141,105 9019 19 1,10% 1,20 0/0 1000 9,990019 Celsius Cu S04 2n S0, 0,04. 1,168 Volt 1 1 0,000047 ib u. 8. Iv. 1,10% 1,09% 1000 9000047 Gags

Die Experimente Gockels in der gleichen Richtung sind schon Seite 9 beschrieben worden.

Eine Erweiterung der Wild'schen Untersuchungen mittelst einer anderen Versuchsanordnung nahm Donle ¹) vor. Eine Fehlerquelle der Methode Wild sieht Donle darin, dals die Flüssig- keiten schon lange vor Beginn des Meſsversuchs in Berührung sind; hierdurch tritt schon vor dem Experimente eine Diffusion der Lösungen ein, die noch durch Luftblasen erhöht wird, welche bei der Erwärmung aufsteigen. Darum bringt Doule die beiden Elektrolyte in zwei horizontale Röhren, die vor Beginn des Versuchs in einander geschoben werden, so zwar, dals die Elektrolyte durch Pergamentpapier, mit welchem die eine Röhre zugebunden wird, getrennt sind. Durch die freien Enden der Röhren gehen wasserdicht Thermometer zur Berührungsstelle. Diese letztere wird von einem Blechmantel wasserdicht umschlossen, welcher als Heizgefäls dient. Mit jeder der peiden horizontalen Röhren kommuniziert je ein mehrfach rechtwinkelig umgebogenes Rohr, dessen Biegungsebene vertikal ist und das mit der Flüssigkeit der zugehörigen Hauptröhre gefüllt ist. Sein letzter vertikaler Schenkel taucht in einen Napf, in welchen die Elektrode und ein Thermometer gesenkt sind. Dasjenige gebogene Rohr, welches zu der mit Pergamentpapier abgeschlossenen Hauptröhre gehört, ist an dem in den Napf tauchenden Ende mit dem gleichen Stofte verschlossen; der zugehörige Napf enthält die Lösung der anderen Hauptröbre. Das in den zweiten Napf tauchende Ende des zweiten gebogenen Rohres ist offen, Napf, Nebenrohr und Hauptröhre sind mit derselben Lösung ununterbrochen gefüllt. Ist diese Lösung beispielsweise Cu SO, so enthält die abgeschlossene Röhre eine andere Flüssigkeit, z. B. H. SO. Die beiden Abschlüsse von Pergamentpapier entsprechen demgemäſs den Wild'schen beiden Berührungs- stellen. Die Näpfe stehen in demselben Gefälse und werden von demselben Kühlwasser umspült.

Als Meſsinstrument diente ein Thomson'sches Cylinderquadrantelektrometer, welches mit dem eben beschriebenen Versuchselemente und mit einer Gipsnormalkette durch den Beetz'schen Doppelschlüssel verbunden wurde; der Experimentator glaubt bei seinen Messungen noch 0,0001°Volt als richtig verbürgen zu können.

Da der Membran möglicherweise der Sitz elektromotorischer Kräfte werden kann weſs- wegen Wild ihn vermieden hatte, so untersuchte Doule seinen Einfluſs, indem er ihn bei

1) Donle, Wiedem. Ann. 28, S. 574, 1886.