Aufsatz 
Vestigia poetarum Graecorum
Entstehung
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2. Die Höfe und Renten zu Ober⸗ und Niedertiefenbach, Steinbach, Oberweier, Dehrn, Oberzeuzheim, Offheim, Ahlbach und die Brötzenmühle. 3. Die Höfe zu Hundsangen, die Renten zu Dietkirchen(Stift), Villmar und Arfurt.

Dazu kam im 18. Jahrhundert das Vermächtniß des Fr. von Hungrighauſen, aus welchem die Höfe zu Ober⸗ und Niederweier, die jetzt etwa 170 bis 180 Malter der verſchie⸗ denen Fruchtarten liefern, und der ſog.Hungrighäuſer Wald herrühren ¹).

Nachdem an der Stelle, wo jetzt das Jeſuitenkloſter ſteht, ein Haus nebſt Garten ange⸗ kauft und überwieſen worden war, begann in ſelbigem Jahre der Unterricht nach dem bekannten allen Jeſuiten⸗-Gymnaſien der damaligen Zeit gemeinſchaftlichen Unterrichtsplane) mit den beiden unteren oder Grammaticalelaſſen 6), welchen 1655 die Syntaxis, 1659 die Poetik und wegen der allgemeinen Verarmung durch den 30jährigen Krieg erſt 1664 die Rhetorik ange⸗

4) Wenn Wagner a. a. O. die Renten dieſer jetzt in Verwaltung des Centralſtudienfonds befindlichen Güter nach heutiger Ertragsfähigkeit und Pachtpreiſen auf 16 17,000 Gulden anſchlägt, ſo erſcheint dieſes offenbar zu niedrig, wenn man folgende Vergleiche berückſichtigt:

Der Pacht⸗Ertrag z. B. 1773 1869 a. des Hofes zu Offheim macht 11 Malter Korn, ungefähr 33 Malter Korn, 2 Waizen, 16 Waizen, 2 Gerſte,. 2⁵ Gerſte, nebſt unbedeutenden Lieferungen an Butter, Eier, Hahnen u. dgl. b. des Hofes zu Ahlbach: 1773 1869 5 Malter Gerſte, ungefähr 51 Malter Korn, 1 Hafer, 19. Waizen,

u. a. kl. Lieferungen 43 Gerſte, 27 Thlr. Geld.

1773 1869 c. des Beſelicher Hofes zu Niedertiefenbach: 20 Malter Korn, 70 Malter Korn, 2 3 Waizen. 30 Waizen, 6 Gerſte, 50 Gerſte und nebſt Kleinigkeiten, 44 Thlr. Geld. 1773 1869 d. des Capitänshofes zu Niedertiefenbach: 12 Korn, 54 Malter Korn, 1 Waizen, 44 Gerſte. 4/ Gerſte, u. a. 28 Thlr. Geld. e. Die Rente aus dem Stift Dietkirchen: 8 Korn, 15 Malter Korn, f. Ein Hof zu Hundsangen: 6 Korn. 268 Thlr. Geld. 2, Gerſte, 1 Hafer u. a.

Rechnet man ferner mit Uebergehung der kleineren Höfe zu Haſſelbach, Selbach, Gaudernbach die größeren Höfe und Gilten zu Schupbach, welche 1773 47 Malter Korn, 15 Malter Gerſte; ferner zu Hoben, welche 23 Malter Korn, 2 Malter Waizen, 4 Malter Gerſte; die Höfe und Zehnten zu Obertiefenbach, welche zu⸗ ſammen 100 Malter Korn, 5 ½ Malter Waizen, 38 Malter Gerſte, 17 Malter Hafer und 8 ½ Simmer Erbſen nebſt kleinen Lieferungen ertrugen, nach ihrem heutigen Ertrag, ferner das aus dem herrſchaftlichen Wald gelieferte und aus dem ſog. Backhofswald(im Runkeliſchen) und dem Hungrighäuſer Wald erfließende Holz und etwaige Capitalien(die Zehnten und Gilten wurden vor etwa 20 Jahren abgelöſt und floſſen die Ablöſungsſummen in den Centralſtudienfond); ſo wird das obige Urtheil über die jetzige Ertragshöhe ſich beſtätigen.

5) Vgl. die im Pfarrarchiv dahier befindlichen Programme.

6) Die vier oder ſechs anfänglich auweſenden Jeſuiten hatten auch die Pfarrgeſchäfte in der Stadt und im Schloß, ſowie in der Umgegend zu beſorgen und waren daher außer Stand, den Unterricht in allen Klaſſen zugleich⸗ zu beginnen.