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Thätigkeit der Roalschulen ausschliesslich den neuen Spra- chen, zumal(seit dem Kriege) dem Englischen zuwenden! Die Erörterung dieser Streitfrage hält gegenwärtig die pä- dagogische Welt in Athem und das Ergebniss derselben wird möglicherweise auf die ganze Fortbildung unserer Un⸗ terrichtsgesetzgebung bestimmend einwirken. Wir unsrer- seits haben an dieser Stelle nicht den Raum und den Be- ruf, unsere Gründe für Beibehaltung des Latein ausführlich zu entwickeln, zumal wir schon in den Einleitungsworten des vorjährigen Programms darüber sprachen. Indirect wird freilich das, was wir zu sagen haben, auch diese Frage be- rühren. Es wird gewisse Erfahrungen betreffen, die wir in einer langen Wirksamkeit in Bezug auf die methodische Behanmdlung des Sprachunterrichtes gemacht zu haben glau- ben, und deren consequente und energische Berücksich- tigung uns gceignet scheinen würde, manchen dem Sprach- unterrichte der Realschulen(ja den modernen Schulen über- haupt, auch dem Gymnasium) gemachten Vorwürfen die thatsächliche Begründung zu entziehen. Die Möglichkeit, ja die Gewissheit, vielen Collegen damit nichts Neues zu sagen, kann uns nicht abschrecken. Was wir auf dem Her- zen haben, stammt eben aus der Classe, aus der lebendi- gen Arbeit, nicht aus der Lecture und vom Schreibtisch, und alles Lebendige ist neu, wenn es auch uralt wäre. 8o lange gegen einfache, selbstverständliche Grundsätze täg- lich und stündlich gehandelt wird, so lange eine ebenso wohlfeile als ammassende Afterweisheit die unausbleibliche Folgen solcher Verkehrtheit und Nachlässigkeit als Waffe zur Vertheidigung überlebter Privilegien und Vorurtheile gebraucht, darf die Einschärfung der Wahrheit selbst den Vorwurf der Trivialität nicht ſurchtou.
a) Concentration.
„Dem Sprachunterricht der Realschule fehlt das Cen- trum“ lautet die Anklage. Wenn unter einem„Centrum“ des Sprachunterrichts die überwiegende, auf dem Lections-


