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je 2 vöchentlichen Lectionen; und das Englische in Tertia und Secunda der Wöhlerschule mit je 4, in der Handelsschule mit je 5, in der Gewerbeschule mit je 2 wöchentlichen Lectio- nen. Alles das umfasst in der Wöhlerschule nahezu die Hälfte der gesammten Unterrichtszeit,(wöchentlich 110 Lectionen von 239). Die Gründe dieser Bevorzugung hier ausführlich entwickeln, hiese Wasser ins Meer tragen. Abgesehen von allen praktischen Rücksichten: Naturgemäss vollzieht sich jede menschliche Geistesthätigkeit in sprachlicher Form. Die Sprache ist eben keine willkürliche Erfindung, wie etwa das Signalsystem einer Flotte, sondern recht eigentlich die sinnliche Gestaltung(wenn der Ausdruck erlaubt ist) der menschlischen Seele. Ihre Beherrschung ersetzt zwar mit Nichten den materiellen Inhalt des Vorstellens und Den- kens,(wie philologische Enthusiasten wohl gemeint haben und meinen) aber sie erleichtert in hohem Grade die Bil- dung und Combinirung der Begriffe, und wird als der na- türliche Zugang zur eigentlichen Denkbildung stets ihren unersetzlichen pädagogischen Werth behalten. Darüber ist. kein ernsthafter Streit. Die hie und da widersprechenden mathematischen Originale pflegen durch ihr eigenes Auf- treten und durch die Ergebnisse ihres Unterrichts die Re- gel nur zu bestätigen. Desto heftiger bekämpft eine nicht gering zu achtende pädagogische Richtung die Auswahl und Anordnung des Sprachunterrichtes, wie der oben ange- gebene Lehrplan der Realschule 1. O. sie zeigt. Das sei ja eine ganz heillose Zersplitterung der Kräfte. Die beste Zeit gehe mit dem unpraktischen Latein verloren, in wel- chem die Schüler wegen der allmählich abnehmenden Stun- denzahl und wegen seiner Unbrauchbarkeit für das Leben es doch zu keiner Fertigkeit bringen. Es fehle dabei ein fester, beherrschender Mittelpunct diesen Studien; man gebe von Allem Etwas und Nichts recht. Verflachung und Schwächung des Geistes sei die natürliche Folge. Man müsse das Latein vielmehr den Gymnasien, diesen bevor- rechteten und allein würdigen Heiligthümern aller wahr- haft menschlichen Bildung überlassen, und die sprachliche


