Aufsatz 
Die Wechselarbitrage
Entstehung
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von der Solidarität zwischen Schule und Haus soll eine Wahrheit sein. Man nimmt aber nicht lebhaften Antheil an Dingen, die man nicht kennt; und damit scheint denn für die richtige und zeitgemässe Oekonomie eines Schul- programms, wie wir es heute brauchen, die Grundrichtung deutlich bestimmt. Die gelehrte Abhandlung, die pädago- gische Specialuntersuchung behalten ihren Werth und ihre Stelle, aber sie können auch ohne das Programm zu Worte kommen in diesem Zeitalter der Zeitschriften, der Revuen und Magazine. Für die Verständigung mit dem Elternhause, wie das Programm sie ermöglicht, bietet die öffentliche Presse keinen Ersatz. Somit wenden wir uns denn hier in erster Linie an alle diejenigen, welche uns ihre Kinder, ihre Zukunftshoffnung anvertraut haben. Sie vor Allen sollen wissen, was wir wollen und wie wir es wollen. Von diesem Standpunkte aus wünschten wir denn auch die hier fol- genden Bemerkungen über unsern Lehrplan gewürdigt zu sehen. Dieselben sollen nicht sowohl den Fachgenossen, als den nächst betheiligten Kreisen Aufschluss geben über unser Ziel und über die Grundgedanken unserer Methode. Der Umstand, dass sie an die Praxis der Classen und an die Berathungen der Fachconferenzen unmittelbar anknüpfen, wird sich dabei, wie wir hoffen, für die Anschaulichkeit der Darstellung förderlich zeigen.

Die Schulen der polytechnischen Gesellschaft erskreben durchweg eine sogenannte Realbildung, wenn auch nach verschiedenen Richtungen hin. Ihre Zöglinge haben nicht abstracte Studien im Auge, sondern praktisches Wirken. Für dieses möglichst zweckmässig und dabei möglichst schnell sich vorbereiten, ist ihre Absicht, nach der denn auch, bis auf einen gewissen Punct, der Lehrplan sich richten muss. Er wird, unter den bewährten Mitteln der Geistes- und Charakterbildung, denjenigen den Vorzug geben, welche dem in Aussicht genommenen Lebensberuf der Zöglinge am besten entsprechen. Auf formale Geistes- bildung, das will sagen, auf Entwickelung der Fähigkeit zu beobachten, zu denken und die Gedanken auszudrücken