Aufsatz 
Die Wechselarbitrage
Entstehung
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Erlänterungen zum Lehrplan unserer Anstalten.

Vorbemerkung.

Schulprogramme pflegen dreierlei Leser im Auge zu haben. Sie bringen nach altem Herkommen wissenschaft- liche Abhandlungen, oft sehr specielle, für die engen und engsten Kreise der Fachgenossen bestimmt. Sie wenden sich auch an die Lehrerwelt mit Ausführungen über pädagogische und methodische Fragen. Sie laden endlich die Angehörigen der Schüler zu den Prüfungen ein und suchen ihnen dabei einen Einblick in die Zwecke, Mittel, Bestrebungen der Schule zu geben. Die seit zwei Decennien, zu gutem Theil unter directem Einfluss der preussischen Schulbehörden, zuhnemende Betonung dieser dritten Richtung zälllen wir zu den erfreulichen Zeichen unserer rührigen, auf Erweck- ung und Befruchtung aller Lebenssphären gerichteten Zeit. Zumal in dem nationalen Rechtsstaate, dessen Geburt diese- glorreichen Jahre begrüssen, wird auch die Aufgabe der Schule täglich schwieriger, verlangt grössere Kräfte, ma- terielle wie geistige. Woher sollen die kommen, wenn nicht aus der Belebung und Vereinigung vorhandener, aber noch schlummernder und getrennter Elemente des Fortschritts? Das Zeitalter, welches den Staat dem Volke, die Kirche der Gemeinde zurückgab oder geben will, es rüttelt auch an den Schranken, welche die Familie, dieLaienwelt, wie wol die verhängnissvolle Analogie sich ausdrückt, noch von der Schule trennen. Die Eltern unserer Schüler sollen mehr und mehr unsere Mitarbeiter werden, das alte Wort

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