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ydo Sestναν⁶ npels deε* s ruTs, 2 I8⁷α xe Srεᷣοσ πœαmταεm, Sæεo ioi, α Neloes rOο⁴ εσσσαι F εenwνsναœioν our oldev our 5961&*. Und zwar ist diese Erklärung derart, dass aus dem prächtigen Vergleiche des Redners, in dem so treffend Zug um Zug die Armseligkeit der Kriegspolitik der Athener Philipp gegenüber gleichsam plastisch vor die Seele des Zuhörers tritt, ein wahres Zerrbild wird, dass sich das fast tragische Moment desselben, so zu sagen, in eine ganz gewöhnliche niedrige Posse verwandelt. Es sagt nämlich Rehdantz-Blass zu unserer Stelle: rij aijs Sxeradi]„klammert sich an den Schlag(fasst nach der geschlagenen Stelle. Reiske: consectatur plagam, facto iam vulnere succurrere festinat); Westermann-Rosen- berg: folgt dem Schlage(mit der Hand), greift nach der Stelle, wo er getroffen ist. Bei solcher Auffassung wird denn doch der arme Neuling im Faustkampfe in einer gar zu ergötz- lichen Lage gedacht, oder wem sollte nicht das Lachen kommen, wenn er sich vorstellt, wie der- selbe herumtanzt und nach jedem Schlage, den ihm der erfahrene Gegner versetzt, mit der Hand nach dem beleidigten Teile greift? Verschuldet hat, wie es scheint, diese falsche und sonderbare Anschauung Reiske durch seine metonymische Auffassung von lπν als vulnus, die dann natürlich auch die zu enge Auffassung von sxeral als fassen nach etwas nach sich gezogen hat. Es be- zeichnet aber ανά/ꝙ eben nichts anderes als den Schlag, nämlich des Gegners, und auch&xeras hat seine allergewöhnlichste Bedeutung, nämlich die, festgehalten werden von etwas, damit zu thun haben, sich einzig und allein damit beschäftigen, und es heissen die Worte also: denn auch von ihnen hat der Getroffene immer nur mit dem Schlage(des Gegners) zu thun d. h. er sucht immer nur den Schlag abzuwehren— selbst aber einen solchen zu führen, daran denkt er nicht, und dazu kommt er nicht. Und darum heisst es dann dem entsprechend weiter: und kommt dieser Schlag von einer anderen Seite, dann gehen seine Hände dahin(zur Abwehr, zur Deckung, zum Parieren, nicht aber um den schmerzenden Teil zu reiben); selbst aber einen Ausfall zu machen und dem Gegner scharf in's Auge zu sehen(um dem beabsich- tigten Schlage desselben durch den eignen zuvorzukommen), darauf versteht er sich nicht, und dazu rafft er sich nicht auf. Denn auch ονπααεαϑασαια ist nicht indirektes Medium, heisst nicht, etwas vor sich halten, sich decken, wie nach ihrer Auffassung des Vorhergehenden die Herausgeber folgerichtig es verstehen müssen, sondern es ist direktes Medium und heisst, wie ich übersetzt habe: sich auslegen, einen Ausfall machen; und dazu stimmt auch die von Westermann angeführte Erklärung des Harpokration rt roν ττποοτπαιενειινν τας xε ςα 8ᷣ A& ναν. Und nun entspricht diesem schönen Bilde auch Zug um Zug die von dem Redner in§ 41 so ent- sprechend ausgeführte Erklärung und Vervollständigung des Vergleichs in Bezug auf das Verhalten der Athener dem Philipp gegenüber: auch sie haben immer nur mit der Abwehr zu thun; hören sie, er sei im Chersonnes, dann wenden sie sich dahin, er sei in den Thermopylen, dann geht es dahin, und so laufen sie auf und ab immer neben ihm her und lassen in ihrer ganzen Krieg- führung sich nur von seinen Unternehmungen bestimmen, um Schaden abzuwehren, selbst aber etwas Nützliches für den Krieg d. h. einen Angriff gegen ihn zu beschliessen, daran denken sie nicht, und dazu fehlt ihnen die Energie.
Cic. pro Sestio 39, 85: Captum erat forum anno superiore aede Castoris tanquam arce aliqua a fugitivis occupata: silebatur. Ich frage mich: was soll hier aliqua hinter arce? Soll bloss ausgedrückt werden wie eine Burg, so ist tanquam arce an und für sich genügend; die Hinzufügung von aliqua ergiebt den recht lästigen, weil durch keine weitere Beziehung gerecht- fertigten Begriff: wie eine Burg da oder dort. Wie es scheint, hat man sich seither bei der Lesart beruhigt, ich kann es aber nicht und halte aliqua für falsch und verdorben. Ich glaube


