. 21 Das sind die Glückwünsche der städtischen Behörden, und bitte ich Sie, hoch- verehrter Herr Direktor, dieselben für die Schule entgegennehmen zu wollen.
Weiter reihten sich daran die Glückwünsche, welche der frühere Direktor der An- stalt, Herr Dr. Kiessler, jetzt Realgymnasialdirektor in Gera, in warmen Worten der Anstalt, die ihm noch immer am Herzen liege, darbrachte.*)
Von auswärtigen Schwesteranstalten hatten die meisten schriftliche Begrüssungs- worte gesendet, z. T. in künstlerischer Ausstattung, durch einen besonderen Vertreter über- mittelte dieselben die Realschule zu Bockenheim, nämlich durch Herrn Dr. Krüger:
Es ist mir der ehrenvolle Auftrag geworden, Ihnen zu dem heutigen seltenen Feste die besten Glückwünsche des Lehrerkollegiums der Realschule zu Bockenheim zu überbringen. Seitdem die Lehrer der hôöheren Unterrichtsanstalten in Hessen- Nassau zu regelmässigen Jahresversammlungen zusammenkommen— immer mit dem Ziele, das Wohl und Beste unserer Jugend zu fördern— sind auch die hôheren Schulen dieser Provinz einander näher und näâher gerückt. Aber, nicht das ist es allein, was uns veranlasst hat, Ihnen in dieser Form unsere Glückwünsche zu über-— mitteln. Durch die nahen persönlichen Beziehungen mehrerer Mitglieder beider Lehrerkollegien ist uns Ihre Anstalt besonders lieb und wert geworden, und wir wünschen darum von Herzen, dass die Friedrich-Wilhelms-Schule zu Eschwege wie bislang noch fernerhin eine Pflanzstätte wahrer Bildung und ein Quell echten vaterländischen Geistes sein möge!
Endlich schloss den Reigen der Glückwünschenden der Vorsitzende des Fest-Aus- schusses der alten Schüler Herr Ed. Schäfer:
Als einer der älteren Schüler der Friedrich-Wilhelms-Schule erlaube auch ich mir jetzt, im Namen der früheren Schüler dieser Anstalt, das Wort zu ergreifen, um der Jubilarin zu ihrem heutigen Ehrentage ebenfalls unsere innigsten, herzlichsten Glückwünsche aus dankbarem Herzen entgegenzubringen.
Nachdem die Schule also bereits 50 Jahre bestanden, dürfen wir uns wohl der begründeten Hoffnung hingeben, dass es auch fernerhin der Weisheit unserer hohen Regierung, unserer Schulbehörden und Direktoren der Anstalt gelingen wird, dieselbe nicht allein auf der jetzigen Hohe zu erhalten, sondern auch, den Bedürfnissen der Zeit entsprechend, zu immer grosserem Besuch, grösserer Entwicklung und Blüte zu bringen, damit sie sich zu einem rechten Segen und Nutzen für alle die Schule Besuchenden, sowie unsere Stadt und Umgegend auch für künftige Zeiten er- weisen möge!
Der Direktor sprach in bewegten Worten seinen Dank aus für die Fülle des Wohlwollens, welches der Schule zuteil geworden. Die Anerkennung, welche die Arbeit des Lehrerkollegiums seitens der Königlichen Staatsregierung gefunden, werde dasselbe ermutigen, auch in Zukunft trotz aller Schwierigkeiten treu seine Pflicht zu thun und so daran mitzuarbeiten, dass die Wünsche und Hoffnungen, die man an die
*) Leider sind wir trotz wiederholter Bemühungen nicht in der Lage, den Wortlaut dieser Rede mitteilen zu können.


