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eine Organisation, welche die Gewähr dafür bietet, dass die Schüler, die sie benutzen, befähigt sein werden, in jedem Berufe sich zurecht zu finden, und in der grossen Geisterschlacht, die ihr bevorsteht, die ewigen und höchsten Güter über- zeugungsvoll zu vertreten und siegreich zu verfechten.— Aber dieses Ziel erreichen, das können wir Lehrer nicht allein, sondern nur in Verbindung mit dem Hause: je nach der Art, wie im Hause die Schule behandelt wird, sind fast immer auch der Eifer und damit die Fortschritte der Schüler beschaffen; wir hätten fast Alles ge- wonnen, hätten wir die Eltern gewonnen. Nun, meine lieben und verehrten Gäste, es ist ja Ihre eigne Sache, die ich empfehle, es handelt sich nicht um uns, sondern um das Wohl und Gedeihen Ihrer Kinder, Ihrer Brüder und des ganzen heran- wachsenden Geschlechts. Schliessen Sie sich mit uns zusammen an diesem schönen Tage, mit uns zu arbeiten an der hohen Aufgabe, dem Vaterland einen Nachwuchs zu erziehen, auf dem es sicher ruhen kann im Frieden und im Kampfe, dem äussern und dem innern, auf den gestützt es einer immer schöneren Zukunft entgegengehen kann! Doch wenn auch alle diese Wünsche erfüllt wären, das beste fehlte noch immer, wenn der Segen von oben unsrer Arbeit nicht gegeben wäre. Ja, in unseres all- mächtigen Gottes Hand steht all unser Thun auf Erden. Er, der das Wollen gibt und das Vollbringen, segne uns mit seiner Gnade: er erleuchte unsere Augen, dass wir das rechte Ziel aller Menschenbildung klar erkennen, er stärke unsren Willen, dass wir in dem Streben nach diesem Ziele nicht erlahmen, er öffne uns das Herz unsrer Schüler, dass wir Eingang finden für das, was ihnen not thut, er segne ihren Fleiss, dass sie sich zum Nutzen, ihren Eltern zur Freude, der Anstalt zur Zierde heran- wachsen, ja der Herr im Himmel segne unsre Anstalt im Ganzen und im Einzelnen, dass es ihr auch ferner wie bisher und noch reichlicher als bisher gegeben sei Zög- linge zu entlassen geschickt für ihren irdischen Beruf, ausgestattet für die Kämpfe des Lebens, durchglüht von hingebender Liebe zum Vaterland, begeistert für die Arbeit am Reiche Gottes!
Der Psalm»Gott sei uns gnädig undsegne uns«(Ps. 67) schloss sich an, und dann überbrachte Herr Provinzial-Schulrat&annegiesser die Grüsse der Staatsregierung mit folgenden Worten:
Im Namen des K. Provinzial-Schulkollegiums habe ich die Ehre, die Friedrich- Wilhelms-Schule zur Feier ihres 5e-jährigen Jubiläums zu beglückwünschen. Ins- besondere bin ich von dem YVorsitzenden der genannten Behörde, dem Herrn Ober- präsidenten und Staatsminister Grafen zu Eulenburg beauftragt, Ihnen, hochgeehrter Herr Direktor, verehrte Mitglieder des Lehrerkollegiums, das Bedauern Sr. Exzellenz auszusprechen, dass es ihm nicht vergönnt ist, Ihrer Einladung zu der heutigen Feier durch sein persönliches Erscheinen zu entsprechen.
Auf einen 5o-jährigen Zeitraum blickt die Anstalt am heutigen Tage zurück, einen Zeitraum, in welchem, wie wir soeben aus dem Mund ihres Direktors erinnert worden sind, mannigfache Wandlungen in ihren Lehrzielen und Unterrichtseinrich- tungen stattgefunden haben. Diese sind zum Teil so durchgreifender Art gewesen, dass selbst der Name der Anstalt sich mehr als einmal ändern musste. Realschule


