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welche nicht mehr sich mit ihnen versammeln und Feste feiern können, insonderheit derjenigen, welche in fremdem Lande ihr Leben für das Vaterland haben lassen müssen. Was der edle Sänger, welcher wie kein anderer unserer Jugend als Vorbild jugendlich begeisterter Hingebung für das Vaterland vorgestellt zu werden verdient, was Th. Körner in Todesahnung erbittet:„Und stehst Du dann, mein Volk, bekränzt von Deinem Glücke, in Deiner Vorzeit hellem Siegesglanz, vergiss die treuen Toten nicht und schmücke auch unsere Urne mit dem Eichenkranz“— diesen Wunsch haben Sie Ihren Schul- und Kriegskameraden gegenüber erfüllt, Sie haben ihnen ein ehrendes Gedächtnis gestiftet, mit welchem Sie zugleich sich selbst geehrt.— Aber nicht nur die „Gefallenen zu ehren“, sondern auch„das heranwachsende Geschlecht zu mahnen“ haben Sie diese Gedenktafel geschaffen, in den Räumen dieser Schule sie aufgestellt. Nun, Sie dürfen sich wohl überzeugt halten, dass wir das heranwachsende Geschlecht nach Kräften in dem Geiste der Worte zu erziehen bemüht sind:„Nichtswürdig ist die Nation, die nicht ihr Alles freudig setzt an ihre Ehre.“ Dass das aber nicht leere Worte sind, sondern dass es damit unter Umständen bitter Ernst werden kann, das wird unsern Schülern künftig diese Marmortafel vernehmlich predigen. So wird denn Ihre Stittung, wills Gott, auch an der heranwachsenden Jugend die Absicht erfüllen, die Sie mit derselben im Auge hatten. Ja, ich hoffe, dass auch unsre jungen Schüler ebenso freudig und entschlossen einmal bereit sein werden wie ihre gefallenen Kameraden, mit Gott, für Kaiser und Reich zu kämpfen und, wenn es sein muss, zu sterben. Dass ich damit in Eurem Sinne spreche, meine lieben Schüler, das fordere ich Euch auf mit dem Rufe zu bekräftigen, in welchen wir alle unsre Liebe für des Vaterlands Wohl und Ehre zusammenazufassen pflegen— und ich darf auch die übrige Festversammlung bitten einzustimmen— mit dem Rufe: Seine Majestät, unser geliebter Kaiser lebe hoch!
Mit den Klängen der Kaiserhymne, in welche die gesamte Festversammlung ein- stimmte, endete die Feier um 8 Uhr.—
Eine fröhliche Festkneipe vereinigte daraufi im Saale von Ernst Holzapfel die Fest- genossen. Manch frohes Wiedersehen alter Schulkameraden wurde da gefeiert, manch heitere Erinnerung aus alten Tagen ausgetauscht, es war ein Willkomm und Händedruck ohn' Ende. Die rechte Feststimmung war eingezogen.—
Die Hauptfeier am 27. September begann um 10 Uhr in der Aula mit der Auf- führung einer Festkantate, welche, gedichtet von Dr. Blumberger, in Musik gesetzt von Willemsen, vom Düsseldorfer Realgymnasium uns freundlichst zur Verfügung gestellt war.
Sie lautet: Lasst den Jubel laut erschallen! Und, den ersten Dank zu bringen, Töne froher Feierklang! Hebt den Blick zu Gott empor. Durch die frisch geschmückten Hallen„Gott, Du Schöpfer und Erhalter, Brause festlicher Gesang, Nimm den Preis, der Dir gebührt, Wecke der Begeist'rung Feuer, Dir, dem Vater und Allwalter, Dass ein jedes Herz erglüht Der uns leitet, der uns führt! Und aus diesem Fest ein neuer Menschen denken, streben, ringen, Kranz von Segnungen erblüht! Mühn sich ab in ihrem Schweiss, Lass das Jubellied erklingen, Aber Du giebst das Gelingen, Froh bewegter Sängerchor, Du, Herr, segnest unsern Fleiss;


