Aufsatz 
Bericht über die 50jährige Jubelfeier
Entstehung
Einzelbild herunterladen

5

fürs Vaterland: Heinrich Bippart, Wanfried, Gustav Hollstein, Urlettig, Fr. Wilh. Kühlborn, Hitzerode, Jean Lotheisen, Eschwege, Otto Krapf, Lippoldsberg, Karl Schäfer, Eschwege, Leonh. Bretthauer, Reichensachsen, Wilhelm Bierschenk, Datte- rode. Die Gefallenen zu ehren und das heranwachsende Geschlecht zu mahnen, gestiftet von den früheren Schülern der Anstalt. 26. 6. 18900. Herr H. Weymar übergab dieselbe mit folgenden Worten:

Die soeben verklungenen Weisen des vaterländischen Festspiels haben gewiss bei vielen von uns Erinnerungen wachgerufen an jene vor 20 Jahren erlebte Zeit der einmütigen, siegreichen Erhebung des deutschen Volkes, die Wiederaufrichtung des deutschen Kaiserreiches.

Auch von früheren Schülern dieser Anstalt haben damals eine ganze Anzahl dem Rufe unseres Königs Folge gegeben, und nach unseren Ermittlungen haben 8 von diesen in jenem heiligen Kampfe für Deutschlands Ehre und Einheit den Tod fürs Vaterland erlitten.

Wir glauben im Sinne aller unserer früheren Mitschüler zu handeln, wenn wir das Jubiläum unserer Friedrich-Wilhelms-Schule nicht vorübergehen lassen, ohne das Andenken dieser Gefallenen zu ehren.

Zum bleibenden Gedächtnis für die Schule haben wir die Namen dieser 8 auf jener Marmortafel niederschreiben lassen, und übergebe ich Ihnen, hochverehrter Herr Direktor, im Namen und im Auftrag der früheren Schüler dieser Anstalt hiermit diese Tafel als ein Vermächtnis für die Schule.

Möge dieselbe den Schülern bis in die fernsten Zeiten stets Kunde geben, wie in jener Zeit der Not und Gefahr auch frühere Schüler dieser Schule voll Begeisterung mit ihren deutschen Brüdern in das Feld gezogen und in treuer Pflichterfüllung bis in den Tod für das Vaterland gekämpft haben.

Wenn den Schülern die erhebenden Beispiele von Mut und Tapferkeit aus der Geschichte der alten Vôlker vorgeführt werden, dann môgen auch diese Namen davon Zeugnis geben, wie auch unsere vaterländische Geschichte solche Beispiele treuester Hingabe an das Vaterland, opferwilligster Pflichterfüllung aufzuweisen hat.

Es soll aber auch diese Gedenktafel die kommenden Geschlechter stets daran erinnern, welch grosse Opfer die Einigung der deutschen Stämme, die Errichtung des deutschen Reiches von ihren Vorfahren gefordert hat, damit dieselben nimmer vergessen, was zu schirmen und zu schützen sie berufen sind.

Möge so diese Tafel dazu beitragen, die Aufgabe der Schule zu unterstützen, bei der heranwachsenden Jugend vaterländische Gesinnung, Treue und Ergebenheit für Kaiser und Reich zu erwecken und zu pflegen und die Schüler zu treuer Pflicht- erfüllung und Hingabe an das Vaterland zu begeisten.

Der Direktor nahm die Widmung mit folgenden Worten des Dankes an:

Es ist ein schöner Gedanke von Ihnen gewesen, dass Sie an diesem fest- lichen Tage, wo Hunderte von Schulkameraden sich zusammenfinden, um das alte Band der Treue, das sie mit ihrer alten Schule und unter einander verbindet, wieder fester zu knüpfen, dass sie an diesem Tage auch derjenigen gedenken wollen,