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ſchauung ſoll ſich der Schuͤler nur ein Totalbild des Gegenſtandes erwerden, und ſich zu dieſem Zwecke Sammlungen der Gegenſtaͤnde ſeiner naͤchſten Umgegend anlegen. Durch Vergleichung und darauf gegruͤndete Zuſammenſtellung der Na⸗ turkoͤrper in natuͤrliche Gruppen wird ſeine logiſche Kraft geuͤbt, und werden die folgenden Curſe vorbereitet. Das Ziel dieſes erſten Curſus iſt Klarheit der Naturkenntniſſe. 1
Der zweite Gurſus iſt flußgebietig. Sein Stoff ſind die wichtigſten Naturprodukte des Flußgebietes, in deſſen Bereiche die Anſtalt liegt. Die Auf⸗ merkſamkeit der Schuͤler wird jetzt auf die einzelnen Theile gerichtet, damit er dieſe genau auffaſſe, und danach die Naturkoͤrper natuͤrlich eintheile. Dabei muͤſſen Abbildungen und Sammlungen benutzt, und daraus die Gattungsrepraͤ⸗ ſentanten von den Schuͤlern im Ganzen und ihren Theilen nach abgezeichnet, in der Mineralogie aber die Kryſtalle in Pappe dargeſtellt und perſpectiviſch ge⸗ zeichnet werden. So iſt dieſer Curſus Zeichnungslehre und erhebt die Klar⸗ heit zur Deutlichkeit.
Der dritte Curſus iſt Europaͤiſch. Er hat die deutſchen und europaͤiſchen Produkte zum Gegenſtande; daher bedarf er der Beſchreibung, lehrt deshalb die Terminologie und vollendet die Beſtimmtheit. Er iſt die naturge⸗ ſchichtliche Etymologie, uͤbt die grammatiſchen Redetheile durch die ganze euro⸗ paͤiſche Flora, Fauna und Vulumna ein.
Der vierte Curſus iſt altweltlich. Er erweitert den Kreis des Unter⸗
richts uͤber die ganze alte Welt. Zugleich laͤßt er die Artkennzeichen aufſuchen, iſt Artenkunde, gleichſam die grammatiſche Syntar. Die Mineralogie iſt Oryktognoſie. — Der fuͤnfte Curſus iſt neuweltlich. Er geht zur Betrachtung der Pro⸗ dukte der neuen Welt uͤber. Die Arten werden jetzt zu Gattungen vereinigt, und dieſe Stuſe iſt daher Gattungskunde. Der mineralogiſche Unterricht beſteht in Oryktognoſie mit beſonderer Ruͤckſicht auf Kryſtalliſation.
Der ſechſte Curſus iſt erdballig⸗univerſal. Er umfaßt die ganze Erde, und ſtellt die Naturkoͤrper in ein Syſtem zuſammen, iſt alſo Syſtem⸗ kunde. Die Mineralogie iſt hier Geognoſie.
Schneider theilt in der oben angefuͤhrten Schrift den naturgeſchichtlichen Unterricht in drei Stufen, eine vorbereitende, eine grammatiſche und eine ſyntactiſche. Die erſte hat zum Zweck das Einſammeln des Stoffs, die zweite das genane Unterſcheiden, die dritte das Verbinden.
Erſte Stufe. Ihr Zweck und Ziel iſt Einſammlung des Stoffes, Weckung und Ausbildung der Sinne, Uebung im Betrachten und Beobachten, Belebung und Erweckung der Urtheilskraft im Vergleichen und Unterſcheiden aͤhnlicher und unaͤhnlicher Naturkoͤrper, Erweckung einer geiſtigen Betrachtung der Natur. Das Lehrbuch fuͤr dieſen Curſus ſoll einzig und allein die Natur ſein; vom Syſtem noch nicht die Rede ſein. Der Lehrer ſoll ſeine Schuͤler in die lebendige Natur


