— 8—
die Sonnenbahn(indem wir die Störungen§. 21 noch nicht berücksichtigen) von E, wo sie im Aequinoctium mit der Lichtscheide zusammenfällt und einen rech- ten Winkel mit Eé macht nach h und wieder zurück. In der Stellung der Erde e ist ı Lichtscheide, also e= 90⁰, und en Neigungsebene der Erdachse und e SE Länge der Erde oder der Sonne(§. 10, 4) l. Nun ist aen+ neées= 90 und I e SE+ nées= 900 also den= eSi= J. q. e. d. hen= 180°—. Anmerkung.(Fig. 2). Die Erde bewegt sich in ihrer Bahn um die Sonne, rotirend. Die Sonne, welche
immer auf demselben Radiusvector erscheint, scheint daher eine entgegengesetzte Bewegung zu haben. Diese Bewegung der Erde auf ihrer Bahn und die Rotation um die Achse ist Eine und sich nicht entgegengesetzte Bewegung. Jeder rotirende Punkt der Oberfläche ist bald vor, bald hinter dem Centrum; scheint sich also, wenn man die Richtung nach einer Linie bestimmt, bald vorwärts bald rückwärts zu bewegen, obgleich auch seine Bewegung in einer krummen Linie nur Eine und keine entgegengesetzte ist. Stellen wir uns auf den mittägigen Meridian; so bewegt sich die Erde in ihrer Bahn von Osten nach Westen und die Punkte auf der Schattenseite bewegen sich auch nach Westen. Die Sonne bewegt sich dagegen dann von Westen nach Osten auf ihrer Bahn; aber täglich, scheinbar und jener erstern Bewegung entgegengesetzt, von Osten nach Westen. §. 12. Figur 3.
Die Lichtscheide(M.), die Meridianebene(MP), und die Neigungsebene der Erdachse(PE) bilden als gröſste Kreise bei ihren Durchschnitten, wo nicht, wie bei den Aequinoctien ML und PE, oder, wie bei den Solstitien MP und PE zusammenfallen(§. 9), ein sphärisches Dreieck, welches bei M rechtwinklicht ist(§. S, 1) und in welchem I ME gleich ist der Länge der Sonne(§. 11) = I; MP gleich der Declination der Sonne(§. 10, 5)= d; PE gleich der Schiefe der Ekliptik(§. S, 5)= n, da, weil PE. und ME senkrecht auf der Erdbahn stehen, E der Pol der Ekliptik(§. 4, 2) ist.
1) Demnach ist: Sin. d= Sin. n. Sin. J.
LEP=ꝛ 1800— 1.,
wo immer aus zwei Stücken das dritte berechnet werden kann.
In den Solstitien, wo Pf und MP zusammenfallen ist 7= 90 oder 180+ 90 und also d= n. 1—


